Oranienstraße 25
10999 Berlin

Ausstellungsraum:
Täglich 12–19 Uhr
Mi–Fr bis 20 Uhr

Diana Lucas-Drogan: Die Haut von Hellersdorf

KUNST IM UNTERGRUND 2016/17: Mitte in der Pampa
station urbaner kulturen
Oktober 2016-Oktober 2017

Latexkleid und Reflektorweste aus »Die Haut von Hellersdorf Foto: Alexandra Pawlik & Diana Lucas-Drogan
Latexkleid und Reflektorweste aus »Die Haut von Hellersdorf Foto: Alexandra Pawlik & Diana Lucas-Drogan

Das einjährige, künstlerische Forschungsprojekt untersucht das Verhältnis zwischen Akteur_innen, Bewohner_innen, Initiativen und Studierenden in Hellersdorf zu ihrer räumlich-gelebten Umgebung. Ein Schwerpunkt liegt auf Raumaneignung und -ausgrenzung von geflüchteten Menschen.
In einem mehrstufigen Prozess arbeitete Diana Lucas-Drogan zunächst gemeinsam mit Studierenden der örtlichen Alice Salomon Hochschule, um gesammeltes Wissen aus Gesprächen und Spaziergängen durch das Quartier künstlerisch und wissenschaftlich zu bearbeiten. Die Ergebnisse wurden im Februar dieses Jahres in der station urbaner kulturen ausgestellt. Aus den unterschiedlichen räumlich-gelebten Erfahrungen in Hellersdorf entwickelte die Künstlerin vielschichtige Counter-Mappings (dt. Gegen-Kartographien), die auf Stoff übertragen und zu Kleidung geschneidert wurden.



An drei Abenden im September werden sie von Performer_innen – wie eine zweite Haut – im öffentlichen Raum getragen. Sie kommen somit zurück an die Orte der Erzählungen und Erfahrungen.
Durch die verschiedenen Arbeitsstufen vertieft Diana Lucas-Drogan ihre Auseinandersetzung mit der Repräsentation von gelebten Räumen.




Donnerstag 21 September 2017, 19.30 Uhr,
Mapping Performances im öffentlichen Raum, Start: station urbaner kulturen

Freitag 22 September 2017, 19.30 Uhr,
Mapping Performances im öffentlichen Raum, Start: station urbaner kulturen

Samstag 23 September 2017, 19.30 Uhr,
Mapping Performances im öffentlichen Raum, Start: station urbaner kulturen

[...]





Sonntag 15 Oktober 2017, 18.30 Uhr,
Mapping Performances im öffentlichen Raum, Start: station urbaner kulturen
Start: station urbaner kulturen




Sonntag, 25. Juni 2017, 16-18 Uhr

Teil 2: Aufzeichnungskleider 
Die Künstlerin präsentiert die Textilstücke und die unterschiedlichen Routen, auf denen sie im Juli von vier Performer_innen getragen werden. Zu diesen Performances wird kein Publikum eingeladen. Vielmehr soll die Aufmerksamkeit von Passant_innen auf die Kartographien gelenkt werden. So entsteht im Vorbeigehen ein Querlesen – eine Art „Counter-Mapping“ (deu. Gegen-Kartographie). Punktuell werden die Performances filmisch dokumentiert und bewegte „scans“ der Körper erstellt, die später als Projektionen in die Arbeit einfließen.

17. Februar - 15. April 2017, station urbaner kulturen

Teil 1: Habitus Hellersdorf
Auf Grundlage der gemeinsamen Spaziergänge, der sog. »Go-Alongs« (dt. Alltagsspaziergänge), konnten die Studierenden Forschungsfragen zu einem konkreten Ort formulieren: Welche physischen Spuren hinterlassen alltägliche Abläufe, Ausgrenzung und Aneignung in Hellersdorf? Welche Spuren hinterlassen Forschende? Wer ist Hellersdorf? Wer bestimmt, was draußen ist?

Das gesammelte Wissen über Hellersdorf wird in einer Ausstellung in der station urbaner kulturen nacherzählt. Als bewusste Kritik an der Machtposition kartographischer Arbeit in der Repräsentation von gelebten Räumen werden die Künstlerin und die Studierenden die Ergebnisse ihrer Arbeit als eine körperliche Erfahrung wiedergeben – in Videos, Fotografien, Zeichnungen und als tragbare, sprechende Parkas. Besucher_innen sind eingeladen, die Jacken anzuziehen und darin Hellersdorf zu erkunden. Die Parkas transportieren das Wissen der lokalen Expert_innen und sollen gleichermaßen von den Besucher_innen Geschichten erzählt bekommen.
Eröffnung: Donnerstag, 16. Februar 2017, 19 Uhr: mit gemeinsamem Abendessen


station urbaner kulturen
Auerbacher Ring 41, 12619 Berlin-Hellersdorf
(Eingang über Kastanienboulevard)
U5 Cottbusser Platz
Do–Sa 15–19 Uhr

Lesen Sie hier mehr zum Projekt "Mitte in der Pampa - Kunst im Untergrund 2016/17"


»Die Haut von Hellersdorf« ist eine Zusammenarbeit von Diana Lucas-Drogan mit dem Fotografen/Designer Matthias Neumann, der Modedesignerin Alexandra Pawlik (Nadelwerk), den Performer_innen Kreshnik Gashi, Hassan Kello, Laura Kiehne, Ghaith Noori, dem Soziologen Holger Braun-Thürmann und Studierenden der Alice Salomon Hochschule Berlin-Hellersdorf.
Blog: http://hautvonhellersdorf.tumblr.com/

Durchgeführt von der AG Kunst im Untergrund 2017: Jochen Becker, Eva Hertzsch, Karin Kasböck, Folke Köbberling, Adam Page, Valeska Peschke.

Finanziert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa – Kunst im Stadtraum.Unterstützt von: LOTTO-Stiftung Berlin, BVG, Berliner Fenster, Wall

Dank an: LaLoka und Stop Deportation Group