neue Gesellschaft
für bildende Kunst

Oyoyo and the Politics of Friendship

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Format: Ausstellungsprojekt, diskursives Programm und Begegnungen

Budget: 59.553,20 €

Das Projekt Politics of Friendship verortet sich in den multidimensionalen Allianzen zwischen verschiedenen sozialistischen Ländern des Ostblocks. Ziel ist es, das Medium Film als Archiv der Geschichte und Zukunft der Freundschaft zu untersuchen. Ausgangspunkt sind künstlerische Allianzen zwischen Ländern des Globalen Südens und der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR), um Vorstellungen von Freundschaft für heute zu erkunden. Im Zentrum der Ausstellung steht der Film Oyoyo (1981) der indischen Studentin Chetna Vora (1981), der in der DDR gedreht und in Teilen produziert wurde. Er wird in einem Loop in einer Wohnzimmer-Szenografie präsentiert. In dem Film sehen wir Studierende aus Guinea Bissau, Kap Verde, Kuba, Mali und Südkorea in einem Studentenwohnheim in Berlin-Karlshorst, wie sie sich in den Zimmern der anderen aufhalten, gemeinsam singen und diskutieren. Ausgehend von diesem Bild einer transnationalen Freundschaft begeben wir uns in intimere, vielschichtige Archive als „Politik der Freundschaft“ in den Bereichen Bildung, Infrastruktur und visuelle und akustische Kulturen. 

In Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstler_innen, die zu verschiedenen Lesungen des im Film Oyoyo präsentierten Archivmaterials eingeladen werden, wollen wir neue Verbindungen schaffen und dazu beitragen, den neuen Standort der nGbK als einen Ort der Solidarität einzuweihen, an dem Freundschaften und Allianzen geknüpft werden können. Mit einer Ausstellung von archiviertem Filmmaterial in einer klanglich geschichteten Szenografie, kombiniert mit eingeladenen zeitgenössischen künstlerischen Positionen, begleitet von einem Begegnungsprogramm, wollen wir einen Raum schaffen, in dem sich Erinnerung und spekulative Zukunft verschränken.