neue Gesellschaft
für bildende Kunst

House of Kal Berlin

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Format: Dekolonialer Clubraum, Ausstellung, Performances, Vorträge, DIY-Radio-Workshops, Publikation

Budget: 59.961,20 € (Projekt: 51.751,60 €; Publikation: 8.209,60 €)

House of Kal Berlin 2023 in der nGbK ist ein transdisziplinäres Programm, das queere Zukunft, dekoloniale Ökologien und antifaschistische Weltbildung durch Praktiken der Kunst, radikalen Politik, Weltbildung und des Gemeinschaftslebens aus Südasien, seiner ex-kolonialen Diaspora in Berlin und trans*ozeanischer Gemeinschaft und Verbundenheit in den Mittelpunkt stellt. Das House of Kal Berlin 2023 in der nGbK entsteht aus und baut auf einem starken Netzwerk von queeren, feministischen, antifaschistischen und dekolonialen Akteur_innen auf, das unter der Überschrift „eine Sprache, in der das Gestern und das Morgen dasselbe Wort sind: Kal“, eine fortlaufende, wandernde Infrastruktur und Praxisgemeinschaft, gewachsen ist. Wir schlagen vor, diese Netzwerke zusammenzubringen, indem wir einen Club und einen Raum des Hörens, eine Ausstellung und ein DIY-Radioprogramm schaffen, um künstlerische Praktiken an der Schnittstelle von Queerness, Feminismus und Ökopolitik zu teilen und fortzuführen, um Gemeinschaft und Solidarität innerhalb der ständig wachsenden BIPOC-, Migranten- und Queer-Communities in Berlin aufzubauen.

Das House of Kal ist der gelebten Politik und den Praktiken dekolonialer Spekulation und Welterschaffung verpflichtet und manifestiert sich als eine Plattform zum Lernen, Vorstellen und Praktizieren von Vokabularen, die radikal unterschiedliche Wege des Zusammenlebens in verwobenen Zukünften, Vergangenheiten und der Gegenwart artikulieren. Wir schlagen vor, dass das, was wir schaffen, nicht neu ist, sondern bereits existiert. Wir müssen es nur herbeirufen, wenn wir eine Pause von unseren erzwungenen Kompromissen mit der Kolonialität brauchen. In Zeiten der Krise brauchen wir ein Fest. Die Ex-Kolonie ist unsere Ablehnung der erzwungenen Distanz durch willkürliche Grenzen, der erzwungenen Migration durch koloniale Gewalt. Eine ernsthafte Abrechnung mit dem subkontinentalen Klischee, davon zu träumen, irgendwann mit der Familie auf der „anderen Seite“ wiedervereint zu sein. Wir träumen nicht mehr. Genosse, komm und tanz mit uns!