neue Gesellschaft
für bildende Kunst

UNNATUR

enlargable
                                                                                       Klicken Sie auf das Bild für eine größere Ansicht

Format: Ausstellung im Kollektiv

Budget: 56.811,00 €

Unnatur, ein fast vergessenes Wort, was noch im Begriff unnatürlich weiterlebt und widersinnig behauptet Widernatürlichkeit fassen zu können, wird aufgegriffen und re-definiert. In der Verweigerung bestehender Definitionen von Natur als Orientierungspunkt von etwas Gutem werten wir Anderes nicht ab, sondern auf. In der Verneinung von Natur. Wir sind Unnatur. Unsere Ausstellung ist eine Protestaktion.
UNNATUR ist die kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff Natürlichkeit durch eine multimediale Konfrontation und Analyse bereits existierender und potenziell neuer Körperbilder. Rhythmisch narrativ geht es um die Verknüpfung einzelner Kunststücke. Der erste Teil des Raumes beschäftigt sich mit Unnatur in Schrift und Dialekt; auf vulnerablen Materialien, Glas, gedruckt und ausgestellt. In einer angrenzenden Video-Installation wird ein Bezug zu historischen und neuen Körperbildern genommen. Man gelangt schließlich zu einer audio-interaktiven Installation über Rhythmus, Beat und Körper, während sich im nächsten Teil filmisch dem Körperzerfall und der Körper-Konservierung gewidmet wird. Alles mündet in eine Performance zur Hybridität von Körper und Supernaturalismus. Ein soeben erwachter hybrider Körper aus Pflanze und Mensch erkundet seine Umgebung.
Für UNNATUR kommen fünf Künstler*innen und Theoretiker*innen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, um in einem kollektiven und konzeptuellen Austausch über zehn Monate hinweg eine gemeinsame Ausstellung zu entwickeln. Diese kann in dem zukünftigen Ausstellungsraum der nGbK auf der Karl-Liebknecht-Str. 13 ab Oktober 2023 in einem Zeitraum von neun Wochen stattfinden.