neue Gesellschaft
für bildende Kunst

Online

Online: CREATURE BODIES AND PERFORMATIVE PERSONAS

Sonntag, 31. Mai 2020 — Freitag, 05. Juni 2020

CREATURE BODIES AND PERFORMATIVE PERSONAS

Adresse: nGbK, Oranienstraße 25, 10999 Berlin
Geöffnet:nach Ankündigung*
Sprache(n): Englisch
Eintritt: frei
Veranstalter_in: neue Gesellschaft für bildende Kunst
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CREATURE BODIES AND PERFORMATIVE PERSONAS

Einwöchiger Performance-Workshop per Video
Mit Laura Lulika und Hang Linton

Online per Zoom-Videokonferenz und Email, optional mit Telegram-Gruppe
Sprache: Die Workshopwoche wird live auf Englisch stattfinden. Die Videoinhalte werden im Anschluss auf Deutsch veröffentlicht.


Anmeldung bis zum 22. Mai 2020
, es können maximal 10 Personen teilnehmen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Nach der Anmeldung erhaltet ihr ein Formular, auf dem ihr uns spezifische Barrieren und Zugangsnotwendigkeiten mitteilen könnt.

 

Die einwöchige Serie aus Online-Workshops soll einen Prozess anleiten, in dem die Teilnehmenden ihren Kreaturenkörper kennenlernen. Finde Wege, deine Andersartigkeit auszudrücken – und jene Teile von dir, die sonst von unterdrückenden systematischen Strukturen verdrängt werden. Dekonstruiere die Kultur der Scham, die Andersartigkeit hervorbringt. Finde Methoden, um mit diesen Aspekten deiner selbst empathisch zu sein und sie auf eine Weise auszudrücken, die sich natürlich und positiv anfühlt. Durch spielerische Übungen – wir schreiben, basteln Kostüme, erzeugen Beats, bewegen uns, nutzen verschiedene performative Techniken – ermutigen wir die Kreatur in dir, sich zu zeigen.

Der Workshop beruht auf somatischen Praktiken und Afrofuturismus sowie auf queerer, Drag- und DIY-Performancekultur. Er soll einfache Werkzeuge vermitteln, mit denen Performance-Figuren kreiert werden können. Der Workshop wird die Teilnehmenden darin unterstützen, kostengünstige Gegenstände aus ihrem Haushalt zu nutzen oder alte Habseligkeiten wieder aufzubereiten. Ziel ist, sich auf persönliche Erfahrungen zu berufen und als interdisziplinäre Live-Künstler_innen Prozesse miteinander zu teilen. Die Workshopleitung und die Teilnehmenden werden gemeinsam Techniken erkunden und miteinander teilen, um Musik, Text, Kostüme und Performance zu erschaffen.

Aufgrund der Pandemiemaßnahmen ist die nGbK für die Öffentlichkeit geschlossen, daher findet der Workshop online statt. Die Teilnehmenden erhalten jeden Tag ein Video, das eine Übung oder Aufgabe enthält. Die Gruppe trifft sich am Sonntag Abend, 31. Mai, online und bleibt durch den Prozess hindurch per Email und Telegram-Chat im Kontakt. Abschließend gibt es ein Treffen per Live-Videokonferenz, bei dem die Teilnehmenden miteinander teilen können, was sie geschaffen haben. Der Fokus liegt hier nicht darauf, ein fertiges Produkt vorzustellen, sondern das Abschlusstreffen soll Gelegenheit bieten, einander zu unterstützen, sich auszudrücken, sich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen.

Beim Workshop sind alle Level an Erfahrung willkommen, von der absoluten Anfänger_in bis zur Performance-Veteran_in – er ist für alle gedacht, die ihrer kreativen Praxis eine neue Richtung geben wollen.

ÜBER DIE WORKSHOPLEITUNG
Laura Lulika (Pronomen: sie) ist (eine kranke und behinderte) Crip-Künstlerin und -Forscherin. Hang Linton (Pronomen: er) ist Musiker, Künstler und Performer. Ihre Zusammenarbeit umfasst audiovisuelle Performances in Galerien und Theatern sowie auf queeren Partys und Festivals. In der Kombination ihrer musikalischen, filmischen und performerischen Fähigkeiten findet ihre Andersartigkeit in zwei monströsen Kreaturen Ausdruck. Ihre Körper sind POLITISCH, SPIRITUELL, FREUDVOLL, SEXY und WÜTEND. Der gemeinsame Fokus liegt auf Barrierefreiheit in der Kunst. Barrieren müssen überwunden und Kunst für alle da sein.

Dies ist der zweite Teil der Workshopreihe »Making Queer« von Harley Aussoleil und Frances Breden im Vermittlungsprogramm der nGbK für 2020.


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Details:
Am 31. Mai und 5. Juni wird es Videokonferenzen mit den Workshopteilnehmenden geben (Software: Zoom). Diese sind auf Englisch geplant. Die Videokonferenz wird im Chat transkribiert. Bitte lass uns bei der Anmeldung wissen, wenn es andere Anforderungen gibt, damit du bei den Zoom-Konferenzen dabei sein kannst. Alle Zoom-Konferenzen werden kürzer als eineinhalb Stunden dauern.

Vom 1. bis zum 4. Juni bekommt ihr jeden Tag ein Video zugesandt. Diese Videos sind auf Englisch mit Untertiteln und Untertiteldateien. Sie sind nicht mehr als 15 Minuten lang. Die Teilnehmenden werden zuhause für sich Übungen aus dem Video ausführen.

Ihr könnt uns und die Workshopleitung zwischendurch per Telefon, Email oder Telegram-Nachricht kontaktieren.

Kurz nach der einwöchigen Workshopreihe wird der gesamte Inhalt mit deutschsprachiger Transkription über die Webseite der nGbK verfügbar sein.

Der Workshop ist kinderfreundlich.

 

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»Making Queer«
Für das Vermittlungsprogramm 2020 in der nGbK haben Frances Breden und Harley Aussoleil eine Reihe von fünf Workshops mit queeren Künstler_innen und Kunstpädagog_innen vorbereitet, die neue und experimentelle Kunstformen und pädagogische Konzepte vorbringen. Mit dem Workshopangebot in einer Bandbreite an Vermittlungsformen – von Standup-Comedy bis zum Schreiben somatischer Science Fiction – widersetzt sich »Making Queer« institutionellen Kunstnormen und präsentiert einige der kraftvollen Strategien aus der Praxis queerer Künstler_innen.

Harley Aussoleil (Pronomen: Sie) und Frances Breden (Pronomen: Sie) sind Kuratorinnen, Künstlerinnen und Vermittlerinnen in Berlin mit einem Interessenschwerpunkt auf kollektive künstlerische Praktiken, die institutionelle Normen herausfordern. Sie sind beide Mitglieder der Kollektive COVEN BERLIN und Sickness Affinity Group.

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