neue Gesellschaft
für bildende Kunst

11Freitag, 11. September 2020, 13:00 Uhr – 23:00 Uhr
Eröffnung: Opening: Szene 1 der Ausstellung »Ästhetiken der Affizierung«
2Freitag, 02. Oktober 2020, 12:00 Uhr – 23:00 Uhr
Eröffnung: Opening: Szene 2 der Ausstellung »Digitale Fleischlichkeit«
16Freitag, 16. Oktober 2020, 12:00 Uhr – 23:00 Uhr
Eröffnung: Opening: Szene 3 der Ausstellung »Politiken des Fleisches«
Neuerscheinung

Neuerscheinung: Begleitheft »Radikale Passivität: Politiken des Fleisches«

Dienstag, 06. Oktober 2020 — Freitag, 20. November 2020

Begleitheft »Radikale Passivität: Politiken des Fleisches«

Adresse: nGbK, Oranienstraße 25, 10999 Berlin
Geöffnet:
Sprache(n): 
  • Deutsch
  • Englisch

Eintritt: frei
Veranstalter_in: neue Gesellschaft für bildende Kunst
save date

Begleitheft »Radikale Passivität: Politiken des Fleisches«

Erhältlich im Shop und im nGbK-Ausstellungsraum

Softcover 14,8 x 24 cm
Redaktion: Kathrin Busch
Texte: Kathrin Busch und Jonas von Lenthe
Lektorat: Elisa Barth
Übersetzung: Nicholas Grindell
Gestaltung: Till Gathmann
2020
de/en
In der Ausstellungslaufzeit 3 Euro, nach Ende der Ausstellung 10 Euro

ISBN: 978-3-938515-86-0

»Radikale Passivität: Politiken des Fleisches« widmet sich in drei aufeinander folgenden ›Szenen‹ neuen Formen von Sensibilität und Fleischlichkeit in den Künsten. Das thematische Spektrum reicht von Auseinandersetzungen mit Schmerz, Sucht und Erregung (1. Szene) über die Idee eines neuen digitalen Fleisches (2. Szene) bis hin zu Fragen nach der gesellschaftlichen Formierung einer nicht mehr subjektzentrierten Empfindsamkeit (3. Szene).

Ausgangspunkt für die anlässlich der Ausstellung herausgegebene Publikation ist Paul B. Preciados‘ biopolitische These, die Machtform der heutigen Gesellschaft sei ›pharmakopornografisch‹: Die Weise, in der man gegenwärtig subjektiviert wird, verlaufe zum einen über Pharmazeutika – gemeint sind Medikamente, Hormone, Aufputschmittel, Tranquilizer und Drogen. Zum anderen funktioniere die heutige Machtform über Erregung, wobei nicht nur die Pornoindustrie gemeint ist, sondern auch andere gesellschaftliche Mechanismen, die der masturbatorischen Logik: ›Erregung – Frustration – Erregung‹ gehorchen. Adressat dieser Regulierungen ist das sensible Fleisch in seiner nervlichen Ausgesetztheit, Passibilität und Verwundbarkeit.

Die gezeigten künstlerischen Arbeiten exponieren die Zusammenhänge von Macht, Krankheit, Sex, exzessiver Empfindsamkeit und Kunst. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf das Unwillkürliche wie Hinfällige und hinterfragen Politiken der Affizierung. Neben Werken aus den 1960er und 1980er Jahren werden vor allem zeitgenössische Positionen gezeigt, die dasjenige thematisieren, was in Kunst und Leben nicht Gegenstand der Wahl und nicht im Möglichkeitsspielraum des Einzelnen vorgezeichnet ist. Schwäche, Altern, Erschöpfung oder Sterblichkeit, aber auch Geburt, Verletz- und Erregbarkeit sind Phänomene radikaler Passivität, die in ihrer künstlerischen Brechung als Kritik an einer vermeintlichen Regierbarkeit des fleischlichen Seins zu verstehen sind.

Herausgegeben von Kathrin Busch, der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) und der Gesellschaft für künstlerische Forschung in Deutschland (gkfd)

Publikation

  
ISBN:

Weitere Termine

11Freitag, 11. September 2020, 13:00 Uhr – 23:00 Uhr
Eröffnung: Opening: Szene 1 der Ausstellung »Ästhetiken der Affizierung«
2Freitag, 02. Oktober 2020, 12:00 Uhr – 23:00 Uhr
Eröffnung: Opening: Szene 2 der Ausstellung »Digitale Fleischlichkeit«
16Freitag, 16. Oktober 2020, 12:00 Uhr – 23:00 Uhr
Eröffnung: Opening: Szene 3 der Ausstellung »Politiken des Fleisches«