neue Gesellschaft
für bildende Kunst

18Samstag, 18 September 2021Samstag, 18. September 2021, 16:00 Uhr – 20:00 Uhr
Soft Opening: Soft Opening: Ausstellung
19Sonntag, 19 September 2021Sonntag, 19. September 2021, 14:00 Uhr – 18:00 Uhr
Ausstellung: Exhibition: geöffnet zur Berlin Art Week
13Donnerstag, 13 Januar 2022Donnerstag, 13. Januar 2022, 19:00 Uhr
Gespräch: Talk: »He listens to the city« mit Akinbode Akinbiyi und Muhammad Salah
Gespräch

Gespräch: »1 Million Rosen für Angela Davis« mit Kathleen Reinhardt und Elske Rosenfeld

Samstag, 13. November 2021, 16:00 Uhr

Adresse: 
  • station urbaner kulturen, Auerbacher Ring 41, 12619 Berlin (Eingang Kastanienboulevard, neben Lebenshilfe e.V.)
  • Online

Geöffnet:
Sprache(n): Deutsch
Eintritt: frei
Veranstalter_in: neue Gesellschaft für bildende Kunst
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Hybride Veranstaltung vor Ort und via Zoom

Ein Gespräch mit Kathleen Reinhardt (Kuratorin, Staatliche Kunstsammlung Dresden) und Elske Rosenfeld (Künstlerin)

Die Künstler_innen Akinbode Akinbiyi und Elske Rosenfeld beschäftigen sich in der Ausstellung Neues Deutschland mit Perspektiven aus und auf Deutschland, sowie mit Bildern der Beheimatung, die das heutige Deutschland prägen. Darin ist Elske Rosenfelds multimediale Installation Hugging Angela Davis zu sehen, die für die Ausstellung »1 Millionen Rosen für Angela Davis« entstanden ist.
Diese von Kathleen Reinhardt kuratierte Ausstellung in der Dresdener Kunsthalle im Lipsiusbau (10. Oktober 2020 bis 30. Mai 2021) verband die Erinnerung an die ikonische Gestalt Schwarzen Widerstands in den USA mit der Frage nach der Präsenz und Repräsentanz Schwarzer Menschen in Ostdeutschland. Das Projekt wurde inmitten von Corona-Schließungen, Pegida-Nachwehen und das als »Dresdner Bilderstreit« genannte Ringen um die Altmeister der DDR-Malerei realisiert. Dabei ging Reinhardt taktisch klug vor, denn »diese vielen gegenseitigen Missverständnisse und Ausblendungen sind zentral« in der Ausstellung. Die Finte des außergewöhnlichen Projekts: Sie nutzte das positive Sentiment gegenüber der bewunderten Kommunistin Angela Davis, um es mit diversen Perspektiven auf »schwarze« Kunst und DDR-Kritik zu erweitern und auf diese Weise an »bisher durch die Antworten verdeckten Fragen« zu gelangen.
Neben staatstragenden Angela-Davis-Tafelbildern von Bernhard Franke, Gerhard Goßmann oder Willi Sitte sowie Postkarten, Postern und Schallplatten für die und mit der Revolutionärin Angela Davis, wurden die Besucher_innen mit dem Widerspruch zwischen »Freiheit für Angela Davis« und der Vielzahl politischer Gefangener in der DDR konfrontiert. In der Ausstellung waren Schwarze und afroamerikanische Künstler_innen mit einer Vielzahl von eigenen Kunstwerken vertreten, wodurch weitere Lücken musealer Geschichtsschreibung aufgezeigt wurden.

Die Künstlerin Elske Rosenfeld entwickelte für die Dresdener Ausstellung die Arbeit Hugging Angela Davis, die nun auch in Hellersdorf zu sehen ist. In dieser Installation de- und rekonstruiert Rosenfeld eine spontane Umarmung zwischen der Dissidentin Erika Berthold und Angela Davis: Es zeigt statt verklemmter Starbewunderung nach Protokoll, eine Geste dissidenter Verschwisterung.

Publikation

  
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Weitere Termine

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Ausstellung: Exhibition: geöffnet zur Berlin Art Week
13Donnerstag, 13 Januar 2022Donnerstag, 13. Januar 2022, 19:00 Uhr
Gespräch: Talk: »He listens to the city« mit Akinbode Akinbiyi und Muhammad Salah