neue Gesellschaft
für bildende Kunst

Gespräch

Gespräch: mit Ekhart Hahn

Dienstag, 24. Mai 2022, 18:00 Uhr

Adresse: station urbaner kulturen, Auerbacher Ring 41, 12619 Berlin (Eingang Kastanienboulevard, neben Lebenshilfe e.V.)
Geöffnet:
Sprache(n): Deutsch
Eintritt: frei
Veranstalter_in: neue Gesellschaft für bildende Kunst
save date

Studio-Gespräch mit Ekhart Hahn (Planer des ökologischen Stadtumbaus Dresden-Gorbitz 1993)

Hybrides Event vor Ort und via Zoom: https://us06web.zoom.us/j/89165828544
Begrenzte Plätze vor Ort, ohne vorherige Anmeldung. Wir bitten um das Tragen einer Maske und 1,5 m Abstand.

Bei den Recherchen im Rahmen der Ausstellung Lucien Kroll in Hellersdorf. Eine Baustelle stieß die Projektgruppe station urbaner kulturen auf ein Vorgängerprojekt zur Hellersdorfer Planung, das in ganz ähnlicher Weise untersuchte, wie eine ostdeutsche Großwohnsiedlung von den darin Wohnenden heruntergebrochen werden kann.

Auf Einladung des Berliner Architekten und Stadtplaners Ekhart Hahn war Lucien Kroll u.a. beim Umbauprojekt Leipziger Ostraum (1992–94) involviert. Und schon 1993 schlug er in einer Studie für Dresden-Gorbitz – die größte Siedlung der Stadt mit knapp 40.000 Einwohner_innen – einen ökologisch orientierten Umbau einer Plattenbausiedlung unter aktiver Beteiligung der Bewohner_innen vor. Das vom Stadtökologen Ekhart Hahn initiierte Modellprojekt befasste sich mit baubiologischen Fragen der Sanierung, mit dem Umgang mit Wasser auf allen Ebenen der Siedlung sowie mit Konzepten ökologischer Freiraumgestaltung. Das Atelier Kroll sollte die „Chancen der Wohnquartiere“ in einem Workshop ausloten.

Krolls Team schlug damals vor, die große Wohnanlage nach den Vorstellungen ihrer Bewohner_innen umzuformen und ihr so die nötige ästhetische, soziale und ökologische Komplexität zu geben. Ähnlich wie später in Hellersdorf entwickelte es ein Bausteinkonzept, dass den Bewohner_innen zu Verfügung stehen sollte. Dieser Ansatz entsprach der wegweisenden Vorstellung Hahns, der die Auffassung vertrat, dass die Mitwirkung der Bewohner_innen die Voraussetzung für einen ökologischen Stadtumbau sei und dass dieser Umbau eine Gestaltungsaufgabe ästhetischer Dimension darstelle.

 

Ekhart Hahn ist einer der Pioniere des Ökologischen Städtebaus und Stadtumbaus. Diese Themen stehen seit den 1970er Jahren im Zentrum seiner Arbeit und Forschung, für die er den Begriff „Siedlungsökologie“ eingeführt hat. Hahn plädiert für ein grundlegendes ökologisches Umdenken in Theorie und Praxis des Städtebaus – als notwendige Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung gebauter Umwelt.

Publikation

  
ISBN:

Weitere Termine