neue Gesellschaft
für bildende Kunst

29Donnerstag, 29 September 2022Donnerstag, 29. September 2022, 19:00 Uhr
nGbK Lecture: nGbK Lecture: Kunst & Kollektive: Wie weiter nach Kassel? – Strategien im Kunstfeld
1Donnerstag, 01 August 2024Donnerstag, 01. August 2024
Veranstaltungsreihe: Series of events: nGbK-Lectures
nGbK Lecture

nGbK Lecture: Die leere Mitte: Filmscreening und Gespräch zwischen Noa K. Ha und Hito Steyerl

Samstag, 10. Dezember 2022, 19:00 Uhr

Adresse: Stadtwerkstatt, Karl-Liebknecht-Straße 11, 10178 Berlin
Geöffnet:
Sprache(n): Deutsch
Eintritt: frei
Veranstalter_in: neue Gesellschaft für bildende Kunst
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Die leere Mitte: Filmscreening und Gespräch zwischen Noa K. Ha und Hito Steyerl

Hybridveranstaltung in der Stadtwerkstatt und via Livestream auf ngbk.de
Begrenzte Plätze, Anmeldung für die Stadtwerkstatt unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Die Veranstaltung findet auf Deutsch mit englischer Simultanübersetzung statt.

Der Livestream wird auf dieser Seite eingebettet.

Anknüpfend an die nGbK-Lecture Where We Stand: European Cities, Colonialism and the Other Histories and Futures of Berlin's Mitte zeigt Hito Steyerl ihren Film Die leere Mitte (62 min., 1998). Im Anschluss spricht die Künstlerin mit der Stadtforscherin Noa K. Ha.

Hito Steyerls Film erzählt die Geschichte des Potsdamer Platzes von den alten Zollgrenzen Berlins über die sogenannte Kongokonferenz 1884 und die Nazizeit bis zu den Jahren nach dem Mauerfall. Steyerl überblendet in ihrem Dokumentarfilm Aufnahmen aus Berlin-Mitte der 1990er Jahre und lässt so die megalomanischen Baumaßnahmen rund um die „leere Mitte“ – den Potsdamer Platz – als fragwürdige „Auferstehung aus Ruinen“ erscheinen. Dabei wird nicht nur deutlich, wie Geschichte und Herrschaft auf den Ruinen des Vergangenen aufbaut, sondern wie Architektur und räumliche Gestaltung nationale Identitäten ein- und ausschließt und die Sichtbarkeit dieser Geschicht(en) zugunsten nationaler historischer Deutungshoheit „zumauert“. Mittels langer Überblendungen werden die urbanen Umbrüche sichtbar gemacht. An ihnen zeigen sich die Spuren antisemitischer und kolonialrassistischer Geschichte sowie globaler Umstrukturierungen, aber auch das Fortwähren sozialer und politischer Grenzziehungen. Die Geschichte von Berlin-Mitte macht deutlich, dass es immer auch der Ausgrenzung bedurft hat, um ein mächtiges Zentrum der Nation zu errichten.

 

Noa K. Ha ist wissenschaftliche Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). Zuvor lehrte und forschte sie unter anderem an der TU Berlin und war Gastdozentin an der Weißensee Kunsthochschule. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind postkoloniale Stadtforschung, migrantisch-diasporische Erinnerungspolitik, kritische Integrationsforschung und Rassismuskritik.

Hito Steyerl lebt und arbeitet als Filmemacherin und Autorin in Berlin.

 

 

Publikation

  
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