neue Gesellschaft
für bildende Kunst

16Friday, 16. August 2019, 19:00
Eröffnung: Opening: Exhibition at nGbK
22Sunday, 22. September 2019, 15:00
Führung: Guided tour: in the exhibition at nGbK
6Sunday, 06. October 2019, 15:00
Führung: Guided tour: in the exhibition at nGbK
20Sunday, 20. October 2019, 15:00
Führung: Guided tour: in the exhibition at nGbK
Talk

Talk: »Zwischen Stadtautobahn und Ökotopia. Ökologischer Stadtumbau in den 1980er Jahren und seine Relevanz für heute«

Thursday, 22 August 2019, 18:00

»Zwischen Stadtautobahn und Ökotopia. Ökologischer Stadtumbau in den 1980er Jahren und seine Relevanz für heute«

Adress:Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten Kreuzberg, Prinzenstraße 35-38, 10969 Berlin
Open:
Language(s): German
Entry: free
Organized by: Botanischer Garten und Botanisches Museum der Freien Universität Berlin (BGBM), Martin-Elsaesser-Stiftung, Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten Kreuzberg, neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK)
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»Zwischen Stadtautobahn und Ökotopia. Ökologischer Stadtumbau in den 1980er Jahren und seine Relevanz für heute«

With Ekhart Hahn, Werner Wiartalla, Marco Clausen

As part of the festival of Participation »99 Jahre Prinzessinnengarten Kreuzberg als Gemeingut« (22 – 25 August 2019)

In den 1980er Jahren setzte mit Instandbesetzungen, wie »Strategien Für Kreuzberg« und der »behutsamen Stadterneuerung« ein Umdenken in der Stadtentwicklung ein. Es ging um Alternativen zu Planung von oben, ›Kahlschlagsanierung‹ und Autobahnplanung. Angesichts der damals schon bekannten ›Grenzen des Wachstums‹ wurden dabei vermehrt auch ökologische Fragen aufgegriffen. Neben spontanen Praktiken von unten wie Nachbarschaftsgärten, Kinderbauernhöfen, Hof- und Dachbegrünungen bildete sich im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) 1984/87 auch eine Arbeitsgruppe für einen ökologischen Stadtumbau, die ein umfangreiches Programm zur »Behutsamen Stadterneuerung am Moritzplatz unter ökologischer Zielsetzung« entwickelte. Mit dem Fall der Berliner Mauer gerieten diese Ideen in Vergessenheit, obwohl sie im Rückblick aktueller denn je erscheinen. Wir reden mit Protagonisten dieser ökologischen Wende zu den damaligen Konzepten und ihrer Aktualität für die Gegenwart, insbesondere in Hinblick auf eine dauerhafte Sicherung des Prinzessinnengarten Kreuzberg als sozial-ökologisches Gemeingut.

Marco Clausen is co-initiator of Prinzessinnengarten (since 2009) and the Neighborhood Academy (since 2015). He contributes to the question of local self-organization for social and ecological justice in urban and rural areas through lectures, publications, participatory research, international exchange programs, and cooperation with artists and activists. Clausen ist specifically interested in non-institutionalized forms of collective learning and political education on topics like the commons, food sovereignty, or the right to the city. In 2012 he published “Prinzessinnengarten. Anders gärtnern in der Stadt” (Prinzessinnengarten. A Different Way of Gardening in the City). Clausen is active in different movements, networks, and working groups on democratic land access and part of the Initiative Prinzessinnengarten Kreuzberg. Together with Kerstin Meyer he organized the Fact-Finding Committee on green commons at ZK/U and published „Gemeingut Grün: Ein Dauergartenvertrag für Berlin“ (ZK/U Press 2018).  

Ekhart Hahn ist einer der Pioniere des Ökologischen Städtebaus und Stadtumbaus. Seit 1975 stehen diese Themen im Zentrum seines beruflichen Wirkens. Im Jahre 1979 führte er den Begriff und das Forschungsfeld „Siedlungsökologie“ ein, mit anschließender Buchveröffentlichung im Jahre 1982. Seiner Zeit voraus formulierte er damals die These, dass vor allem die Stadt- und Siedlungsentwicklung zentrale Ursachen von Klimawandel und Umweltzerstörung seien. Ein grundlegendes ökologisches Umdenken in Theorie und Praxis des Städtebaus sei Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung. Ökostädte und ökologischer Stadtumbau würden zu zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden.

Werner Wiartalla ist diplomierter Physik-Ingenieur und beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit Ökologieprojekten. Er arbeitet interdisziplinär mit Themen der Nachhaltigkeit die die Kultur, Ökologie, Ökonomie und das Soziale gleichberechtigt verbinden. Neben der Dachbegrünung und vor Allem der Klimatisierung mit Pflanzen, stehen Regenwassernutzung und Solaranlagen auf seiner Vita. In den letzten Jahren widmete er sich der Baubiologie und entwarf sehr gut gedämmte und doch preiswerte Strohballenhäuser. Wiartalla lebt und arbeitet in der Ufa-Fabrik.

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The event is part of the project »Licht Luft Scheiße [Light Air Shit]. Perspectives on Ecology and Modernity« - a joint production of: Botanischer Garten und Botanisches Museum der Freien Universität Berlin (BGBM), Martin-Elsaesser-Stiftung, Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten Kreuzberg and neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK).

Funded by the Bauhaus heute Fund of the German Federal Cultural Foundation and the LOTTO-Stiftung Berlin

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Further Dates

16Friday, 16. August 2019, 19:00
Eröffnung: Opening: Exhibition at nGbK
22Sunday, 22. September 2019, 15:00
Führung: Guided tour: in the exhibition at nGbK
6Sunday, 06. October 2019, 15:00
Führung: Guided tour: in the exhibition at nGbK
20Sunday, 20. October 2019, 15:00
Führung: Guided tour: in the exhibition at nGbK