Prologue of State
Ort: nGbK, Karl-Liebknecht-Str. 11/13, 10178 Berlin
Beitragende: Rebecca Pokua Korang, Erin Honeycutt, Fileona Dhkar, Jason Kunwar, Daisuke Ishida, Pisitakun Kuantalaeng und Nischal Khadka
nGbK-Arbeitsgruppe: Still Disappointed Collective
Das zweitägige Festival Prologue of State bringt junge Aktivist:innen, Künstler:innen und Wissenschaftler:innen zusammen. Eine Woche nach der Berliner Landtagswahl setzt sich das Festival in Workshops, Performances und Gesprächen mit Fragen nach Grenzen, Zugehörigkeit, Solidarität und kollektiver Vorstellungskraft auseinander.
Das Festival bildet den Auftakt zu der Ausstellung State of Disappointment, die im Januar 2027 in der nGbK eröffnet. State of Disappointment untersucht schwindendes Vertrauen in staatliche Systeme als einen Zustand, aus dem kollektive Reflexion, Widerstand, Fürsorge und politische Vorstellungskraft entstehen können. Das Projekt, das von unterschiedlichen Perspektiven und Lebenserfahrungen in Europa und Asien geprägt ist, bringt künstlerische, aktivistische und forschungsbasierte Praktiken miteinander ins Gespräch.
Prologue of State lädt alle dazu ein, zusammenzukommen, einander zuzuhören und gemeinsam zu reflektieren. Durch Praktiken der Fürsorge, des Widerstands und des Imaginierens fragen wir, wie Frustration zu einem Ausgangspunkt für das werden kann, was wir gemeinsam erreichen können.
PROGRAMM
List and Listen!
Rethinking Borders And Nourishing Resistance
Sa, 26.9.26, 14:00–18:00 Uhr
Workshop mit Erin Honeycutt
Eine Auseinandersetzung mit Zine-Making, überlieferten Traditionen sowie alternativen Wegen der Archivierung und Weitergabe von Wissen, ohne dieses auf eine einzige Bedeutung festzulegen.
Borders Enter Our Bodies (Teil 1)
Rethinking Borders And Nourishing Resistance
Sa, 26.9.26, 14:00–18:00 Uhr
Workshop mit Rebecca Pokua Korang
Durch Reflexion und Bewegung werden Enttäuschung und Widerstand als körperliche Erfahrungen erkundet, während Praktiken der Zusammenarbeit, der geteilten Verantwortung und des kollektiven Handelns entwickelt werden.
Curatorial Talk (Teil 1)
Rethinking Borders And Nourishing Resistance
Sa, 26.9.26, 19:00–19:30 Uhr
Gespräch mit Still Disappointed Collective
Dearest Me, Who Failed to Become a Migrant Artist von Fileona Dhkar
Rethinking Borders And Nourishing Resistance
Sa, 26.9.26, 19:00–20:15 Uhr
Eine Solo-Performance in drei Akten, die sich mit dem Aufeinandertreffen von künstlerischem Schaffen, Bürokratie, Erschöpfung und Sehnsucht sowie mit dem Druck auseinandersetzt, als migrantische:r Künstler:in in Europa immer wieder die eigene Zugehörigkeit unter Beweis stellen zu müssen.
Disobedient Dishes von Still Disappointed Collective
Rethinking Borders And Nourishing Resistance
Sa, 26.9.26, 20:30–22:00 Uhr
Das Still Disappointed Collective teilt fünf Gerichte als Ausdruck des Ungehorsams, die von unterschiedlichen Enttäuschungen geprägt sind und von diesen hin zu Widerstand, Fürsorge und Möglichkeiten für Veränderung führen.
What We Carried von Jason Kunwar
Rethinking Borders And Nourishing Resistance
Sa, 26.9.26, 21:00 Uhr
Eine Performance, die von Sangini, einer nepalesischen Volksliedtradition von Frauen, inspiriert ist und durch gemeinsames Singen Themen wie Trauer, Arbeit, Freundschaft und Solidarität thematisiert.
The Frog, the Well, and the Contingent Realities
Resonating Resistance And Imagining Together
So, 27.9.26, 14:00–18:00 Uhr
Workshop mit Daisuke Ishida
Mit Field Recordings rund um den Alexanderplatz werden Wahrnehmung, Raum und gelebte Erfahrung durch das Sammeln von Klängen, gemeinsames Zuhören und Komposition erkundet.
When Borders Enter Our Bodies (Part 2)
Resonating Resistance And Imagining Together
So, 27.9.26, 14:00–18:00 Uhr
Workshop mit Rebecca Pokua Korang
Fortsetzung der ersten Session
Curatorial Talk
(Teil 2)
Resonating Resistance And Imagining Together
So, 27.9.26, 19:00–19:30 Uhr
Gespräch mit Still Disappointed Collective
Sound of Disappointment von Pisitakun Kuantalaeng
Resonating Resistance And Imagining Together
So, 27.9.26, 19:30–20:15 Uhr
Lecture Performance mit Protestliedern, Karaoke und Live-Musik, um persönliche Frustration in kollektiven politischen Ausdruck zu verwandeln.
Raithane: Momo, Memory and Resistance
Resonating Resistance And Imagining Together
So, 27.9.26, 20:30–22:00 Uhr
Workshop von Nischal Khadka mit Unterstützung von Jason Kunwar
Ausgehend von der Lebensmittelpolitik in Nepal befasst sich dieser Workshop mit raithane (lokalen und indigenen) Essenstraditionen, Migration, Erinnerung und der Beziehung zum Land. Die Teilnehmenden werden gemeinsam Momo zubereiten, Geschichten austauschen, essen und über Zugehörigkeit und Widerstand reflektieren.