Weltoffenes Berlin

Seit 2021 wird von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt das Stipendium Weltoffenes Berlin ausgeschrieben. Das einjährige Stipendium richtet sich an Kunst-, Medien- und Kulturschaffende, die ihre bisherigen Aufenthaltsländer aufgrund der dortigen politischen Situation verlassen haben.

rezzan gümgüm

rezzan gümgüm arbeitet in den Medien Performance, Installation und Video. Sie setzt sich mit Fragen der Entwurzelung, Identität, Erinnerung, Natur und des Alltagslebens auseinander. Ihr aktuelles Forschungsprojekt befasst sich mit der Abwesenheit migrantischer Communities in offiziellen Archiven und betrachtet die Straße als lebendiges Archiv, in dem diese Gemeinschaften durch ihre alltägliche Präsenz sichtbar werden. Ausgehend von kurdischen Communities in Berlin bewegt sich das Projekt zwischen Archivforschung, Spaziergängen, Beobachtung und städtischen Begegnungen, um zu untersuchen, wie Erinnerung über dokumentierte Geschichten und institutionelle Aufzeichnungen hinaus fortbesteht. Im September 2026 zeigt gümgüm eine Arbeit in der Gruppenausstellung In touch des Goldrausch Künstlerinnenprojekts, die im Rahmen der Berlin Art Week in der nGbK zu sehen sein wird.

rezzan gümgüm studierte Kunstpädagogik an der Gazi-Universität und promovierte im Fach Malerei an der Hacettepe-Universität in Ankara. Außerdem studierte sie an der Accademia di Belle Arti di Macerata in Italien und an der Universidad Complutense de Madrid. gümgüm ist Gründungsmitglied der „Zer Women’s Initiative“ und des „Rê Collective“. 2024 erhielt sie das Künstler:innenstipendium Istanbul–Berlin der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ehemalige Stipendiat:innen:

Onur Karaoğlu (2025)
Susan Azizi (2023)
Barış Seyitvan (2022)
Alice Kahei Yu (2021)