D01 Solidarity of Art. A-national and transcultural (WT)

SoA declination #3 (Detail), City-light poster, Ivana Sidjimovska und Susanna Schoenberg, 2023

Format: Ausstellung mit Film- und Panel-Programm und Publikation

Weitere Arbeitsgruppenmitglieder werden aus dem Pool der am Projekt Beteiligten hinzukommen. Künstler/Filmemacher/Kurator*innen, die schon in der Recherchephase (2022/2023) beteiligt waren und mit denen eine Fortsetzung der Kollaboration angestrebt wird, sind: Tatiana Efrussi (Paris), Rosa Jijon (Quito/Rom), Adriana Monti (Cobourg Ontario), Ursula Rogg (Berlin), Ana Sladojevic (Belgrad), Roshanak Zangeneh (Cairo), Joanna Zylinska (London). Für die Entwicklung des Vermittlungskonzeptes ist die Zusammenarbeit mit Dr. Stefanie Stallschus (Berlin) geplant; für die Realisierung eines Filmprogramms die Mitwirkung von Daniela Kinateder (Berlin). Für die Konzeption und Begleitung der Panels ist die Involvierung weiterer Mitglieder von nGbK angedacht, die im Rahmen eines einführenden Workshops mit den involvierten Künstlerinnen eingeleitet werden wird. Das Panel-Programm soll auf einzelnen im Projekt beteiligten Positionen und deren thematischen Schwerpunkten aufbauen, wie z.B. community work, climate justice (Rosa Jijon), Wir-Bildung (Ursula Rogg), Entkolonialisierung (Ana Sladojevic), Posthumanity (Joanna Zylinska).

Solidarity of Art ist in erster Linie als Gegenstandkünstlerischer Recherche zu verstehen. 2022 deklarierten die Künstlerinnen Schoenberg und Sidjimovska ein gemeinsames Arbeitsvorhaben, das die künstlerische Praxis und die Gestaltung eines Rezeptionsraums für künstlerische Arbeit in der Perspektive von Entwicklung und Hervorbringung von Solidarität zu reflektieren beabsichtigte. (Wo und wann) kann Kunst Solidarität hervorbringen? Welche Ideen von Solidarität kann der künstlerische Prozess bzw. die Kontextualisierung künstlerischer Arbeit hervortreten lassen? Hinweise auf diese gemeinsame Frage und Ansätze aus dem vielfältigen Spektrum möglicher Antworten wurden 2023 in Form von Skizzen in der Ausstellung hall of collaborations festgehalten (→ https://www.arte-e-parte.com/hall-of-collaborations). Das Rohmaterial für die dort präsentierten Artefakte lieferten Gespräche mit Kolleginnen (aus der künstlerischen, filmischen, kuratorischen Praxis), die an dem hier konzipierten Format teilnehmen sollen. Die involvierten Positionen bezeugen Transitionen, in denen die künstlerische Praxis in aktivistische, pädagogische, kunsthistorische und spekulative Arbeit übergeht.

Für Schoenberg und Sidjimovska speist sich der Gegenstand ihrer gemeinsamen Untersuchung aus der (technischen) Notwendigkeit einer nicht-identitären Praxis: zwischen den Nationen oder wechselnden nationalen Systemen sozialisiert, betrachten sie kulturellen Zugang (access) und kulturelle Aneignung (appropriation) als medial operierte Verhandlung, Infiltration, temporäre Allianzbildung – alles Operationen, die eine Form der (unbedingten) Solidarität für das (radikal) Verschiedene als möglich, manchmal unausweichlich betrachten.

Mit nGbK möchten Schoenberg und Sidjimovska ein Ausstellungsformat entwickeln, das unterschiedliche Formen des Artefakts und des Dokuments als gleichberechtigt präsentiert, wie auch unterschiedliche Momente eines kreativen Prozesses und einer kooperativen Mediation. Zur Ausstellung gehören künstlerische Werke, aber auch Situationen, wie die des Screenings und der Filmdebatte und die des mehrstimmigen Panels und des Readings.

Publikation und Vermittlung sind auch Teil eines kuratorischen Konzeptes, das mit Wissenschaftssystematik (und Kunstgattungen) bricht, und auch die Trennung zwischen Arbeit und Werk verhandelbar machen möchte.

Mögliche Kooperationspartner*innen für Diskussion, Promotion, inhaltliche, logistische und sprachliche Unterstützung sind Contemporary Middle East e. V. (Köln), Istituto Italiano di Cultura (Berlin), A4C artsforthecommons (Rome), CZKD Centar za Kulturnu Dekontaminaciju (Belgrad), Faculty for things that cannot be learned (Bitola), 2580 Association (Cluj), Agency for artists in exile (Paris), People of Accent.

Für die Ausstellung inklusive Screening und Panel Format sind Drittmittelanträge an die Kulturstiftung des Bundes (Antrag bis 31.7.2024) und/oder Hauptstadtkulturfonds (Antrag bis 15.4.2024) angedacht. Für die Publikation Anträge an die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst und/oder Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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