A03 CCCCINEMA - Coping with a Capitalist Capital
Format: Ausstellung, Veranstaltungsreihe mit Abendessen, Filmscreenings und Community-Programm sowie Publikation
Bevorzugter Zeitraum: September bis November 2025 oder Dezember 2025 bis Februar 2026
Wir müssen reden!
Während der Ausstellung öffnen sich die Räume der nGbK als Stadtsalon, in dem ein Film- und gemeinschaftsorientiertes Programm über den Zustand Berlins nach Jahrzehnten der gescheiterten Stadtpolitik geboten und zivile Strategien für Auswege aus dieser Situation aufgezeigt werden. Das kuratorische Programm thematisiert das dysfunktionale Getriebe der Berliner Bauwirtschaft, wirft ein Licht auf Leerstand, Abriss, Wohnungsnot, räumliche Kontrolle, ständig steigende Grundstückspreise und die undurchsichtigen Entscheidungsprozesse der Stadt und fragt: Wie fühlt es sich an, in einer ausverkauften Stadt zu leben? Welche Formen kann Widerstand annehmen? Beim Betreten der Ausstellung werden auf mehreren Bildschirmen in Auftrag gegebene Kurzfilme und Videoarbeiten im Loop zu sehen sein. Sie setzen sich kritisch und künstlerisch mit der aktuellen Berliner Stadtentwicklung und der neoliberalen Wende in Berlin auseinander. Unser besonderes kuratorisches Augenmerk liegt dabei auf filmischen Arbeiten, um die Schwelle des Publikums zu stadtpolitischen Themen zu senken. Mit Bewegtbildern, in denen sich dokumentarische und spekulative Erzählweisen mischen, liefern die Filme und Videoarbeiten neue Perspektiven auf politische Alltagsdiskurse. Das Publikum ist eingeladen, sich in den Projektionsräumen niederzulassen und dort zu verweilen, sich auf bequemen Sitzgelegenheiten auszuruhen oder von einem Film zum nächsten zu schlendern.
Des Weiteren wird es 4 Veranstaltungen in Form von diskursiven Abendessen und Filmvorführungen geben, die eine gesellige Atmosphäre schaffen sollen, in der sich Künstler_innen und Aktivist_innen aus Berlin (und darüber hinaus) und Nachbar_innen des neuen nGbK-Standortes austauschen können und bei denen sich die Gelegenheit bietet, über Praktiken des Widerstands der Zivilgesellschaft zu diskutieren.
Zum Abschluss werden, in Anlehnung an die selbst veröffentlichte Publikation „Diagnose“ von 1968, die Arbeitsgruppe und die eingeladenen Künstler_innen gemeinsam das Pamphlet „coping with a capitalist capital“ – „mit einer kapitalistischen Hauptstadt zurechtkommen“ (ca. 24 Seiten) herausgeben und bei der Finissage der Ausstellung verteilen.