A06 Capital: Lower strata of society and capital review
Format: immersives Kunstprojekt, bestehend aus einer Ausstellung (mit Kunstwerken, Fotografien und Installationen unserer Künstler_innen), Performances und Vorträgen
Bevorzugter Zeitraum: Mitte September bis Ende November 2025
Was?
„Capital: Lower Strata of Society and Capital Review“ ist ein immersives Kunstprojekt, bestehend aus einer Ausstellung (mit Kunstwerken, Fotografien und Installationen unserer Künstler_innen), Performances und Vorträgen. Inspiriert von Karl Marx, Gilles Deleuze, Guy Debord und anderen werden sozioökonomische Themen in heutigen kapitalistischen Gesellschaften untersucht. Dabei geht es vor allem darum, jene zu entlarven, die das weltweite Kapital verstecken, für revolutionäre und eher anarchistische Lösungen zu plädieren und sozialen Ungleichheiten in und außerhalb von Deutschland aufzuzeigen. Ziel ist es, dieses unbequeme Gespräch mit der gesamten Bevölkerung anzustoßen und zu einer radikalen Neubewertung der wirtschaftlichen Strukturen und Praktiken zu gelangen, indem man „dem Löwen ins Maul schaut“ und die Menschen zur kollektiven Verantwortung innerhalb des bestehenden Wirtschaftskreislaufs ermutigt.
Warum?
Dieses Projekt ist die Fortsetzung der lebenslangen Kunst- und Theaterarbeit seines künstlerischen Leiters Vasilii Berezin. Ausgehend von seinen persönlichen Erfahrungen hat er seine Praxis der Sozialforschung und der Arbeit mit Menschen mit einem niedrigen Sozialstatus verschrieben; er beleuchtet die Ausgestoßenen der Gesellschaft und verbessert ihre Situation mithilfe der Kunst, indem er die soziale Integration fördert und einen Raum für freie Meinungsäußerung schafft. In Zusammenarbeit mit der nGbK soll diese kreative Reise hin zu einem kulturellen Wandel vorangetrieben und eine Plattform geschaffen werden, um jeder Stimme im öffentlichen Raum Gehör zu verschaffen – im Streben nach einer reicheren, inspirierenden und inklusiven Zukunft, in der die Kunst über bloße Gegenständlichkeit hinausgeht. Es geht um eine menschlichere Form der Kunst jenseits von L’art pour l’art, die dazu beiträgt, die Gemeinschaft über kulturelle und soziale Grenzen hinweg zu verbinden.
Wie?
Mit Blick auf das tägliche Leben und die Alltagsgegenstände der Unterschicht, der Obdachlosen und Armen, untersuchen unsere Künstler*innen deren Erfahrungen, Gewohnheiten und Momente der Freude und der Frustration. Ihre Erkenntnisse werden in die Fotografien, Installationen und Kunstobjekte der Künstler*innen einfließen und so die Realität von Europas Unterschicht widerspiegeln. Die Ausstellung, die Performances und die begleitenden Gespräche folgen einer gemeinsamen künstlerischen Ausrichtung: Sie konfrontieren die Betrachter_innen mit einem Gefühl des „Unbehagens“, sei es durch Reichtum oder Armut und regt sie zum Nachdenken über den Zustand unserer Gesellschaft an.