Astrid Klein: Suggestive Bilder, 1975–83

Jahr: 1983 Typ: Print-Publikation Sprachen: Deutsch Format: 60 x 85 cm

Astrid Klein geht es nicht nur darum, Machtstrukturen und Repräsentationsmechanismen zu unterlaufen oder sichtbar zu machen – sie möchte diese auch demontieren und konventionelle Sichtweisen hinterfragen. Im Sommer 1983 richtete das RealismusStudio der 1951 in Köln geborenen Künstlerin eine Ausstellung in der nGbK aus. Der gleichnamige Katalog zeigt Kleins frühe Fotoarbeiten, Versatzstücke, die sie den Massenmedien entnommen hat. Sie greift auf experimentelle fotografische Techniken wie Foto(negativ)montage, Doppelbelichtung, Photogramm, Rasterung, Ätzung oder Collage zurück, die Motivauswahl folgt oft der Katastrophen- oder Sensationspresse. „Es sind codierte Botschaften über Wirklichkeit, die wie Geheimbilder die Aktivität unseres eigenen Wissenwollens provozieren“, schreibt Ulla Frohne in ihrem Essay „Komponierte Protokolle – Die Poesie des Rauschens“. Abgebildet sind Fotoarbeiten wie Versager, Aussteiger, Verlierer (1978), Nid de Vipères (1980), Die Richter (1981) oder Gedankenchips (1983).

Hg.: nGbK

Arbeitsgruppe: Valdis J. Āboliņš, Michael Elsen, Ursula Frohne, Udo Ropohl, Barbara Straka

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