Franz Radziwill

Jahr: 1981 Typ: Print-Publikation Sprachen: Deutsch

Im Vorwort des Katalogs zur Ausstellung, die im November 1981 in der Staatlichen Kunsthalle Berlin eröffnet wurde, schreibt die Arbeitsgruppe: „Wir freuen uns, das schon geläufige Bild Radziwills als Maler der Düsternis und der Katastrophen um diesen Aspekt der Liebe zum Leben erweitern zu können.“ Während ihrer Recherchen sind die Beteiligten auf viele unentdeckte Aspekte im Leben des Künstlers (1895–1983) gestoßen, der von der internationalen Kunstkritik damals vor allem als „magischer Realist“ für sein Werk der 1920er- und 1930er-Jahre gewürdigt wurde. Franz Radziwill hat während der NS-Zeit der NSDAP angehört und an der Düsseldorfer Kunstakademie gelehrt – wo er 1935 aber wegen „pädagogischer Unfähigkeit“ entlassen wurde. Ab 1937 wurden viele seiner Frühwerke als „entartet“ diffamiert. Neben Werkverzeichnis, Bibliografie, Schwarz-Weiß- und Farbabbildungen enthält der Katalog eine Vielzahl von Essays zu Radziwills Biografie sowie zu seiner Landschaftsmalerei, seinen Stillleben und den historischen und zeitkritischen Elementen seiner Bilder.

Hg.: nGbK

Arbeitsgruppe: Rainer Civegna, Jürgen Hoffmann, Mechthild Kempkens, Reiner Klingebiel, Brigitte Sonnenschein, Ernst Volland, Marion Wächter

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