Nur eine Woge

Jahr: 1977 Typ: Print-Publikation Sprachen: Deutsch

1977 setzte sich eine studentische Arbeitsgruppe um den Kunsthistoriker Klaus Herding mit Gustave Courbets Gemälde Die Woge (1870) auseinander, das damals in der West-Berliner Nationalgalerie hing. Die zentrale Rolle Courbets in der Realismusdiskussion sollte ebenso aufgegriffen werden wie das verstärkte Interesse an der Natur als Folge der Umweltverschmutzung. „Gerade am Beispiel eines Landschaftsbildes, das von seiner Thematik her unpolitisch zu sein scheint, will der Film durch Einbeziehung der historischen Entstehungs- und Wirkungsbedingungen das Bild aus seiner heutigen musealen Isolation lösen und so den Sozialbezug und die gesellschaftskritische Aussage für den Betrachter wieder erfahrbar machen“, beschreibt die Arbeitsgruppe ihr Vorhaben. Um diesen Plan umzusetzen, entstanden der Film Nur eine Woge und das begleitende Booklet, das Konzeption und Drehbuch beinhaltet. Als Beilage findet sich außerdem ein Schwarz-Weiß-Poster, das ein Konglomerat von Meereswellen in Kunst, Medien und Werbung vorstellt.

Hg.: nGbK

Arbeitsgruppe: Jula Dech, Gundula Fink, Klaus Herding, Brigitte Schütz, Roswitha Siewert

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