Polizei zerstört Kunst.

Der Fall Volland/NGBK. Ein soziologisches Experiment

Jahr: 1981 Typ: Print-Publikation Sprachen: Deutsch Format: 21 cm, Softcover Umfang: 128 S., zahlreiche Abb.

1981 organisierte die nGbK eine Straßenausstellung mit 24 Plakaten des Karikaturisten Ernst Volland, die von der Arbeitsgruppe RealismusStudio unter den Gesichtspunkten der Popularität und Aktualität ausgewählt worden waren. Bei den Motiven aus den Jahren 1973 bis 1981 ging es um Friedenspolitik und Abrüstungsbestrebungen, Umweltzerstörung, Antifaschismus oder Menschenrechte. Unter dem Titel Voll aufs Auge wurden sie am Breitscheidplatz auf Werbegroßflächen präsentiert. Zwölf Tage verlief die Ausstellung ohne Zwischenfälle, bis es schließlich zu Kontroversen unter den Passant_innen kam – insbesondere wegen eines Plakats, das den Bundespräsidenten Karl Carstens mit Stahlhelm und Hakenkreuz zeigte. Einsatzgruppen der Polizei rückten an, gingen von einer illegalen Plakatierung aus und zerstörten den Infostand, rissen die Plakate ab, um das Material zu beschlagnahmen. Bei diesem Buch handelt es sich um Dokumentation und Analyse dieser Ereignisse, es geht um Themen wie politische Zensur, Meinungsfreiheit, Polizeigewalt und die Freiheit der Kunst.

Hg.: nGbK

Arbeitsgruppe: Valdis J. Āboliņš, Dieter Herrmann, Christa Kirchner, Udo Ropohl, Barbara Straka, Ernst Volland

Tags