QUEERE KUNST IN DER DDR?

Biografien zwischen Underground und Propaganda

Sa, 28.3. – So, 28.6.26 Sprachen: Deutsch, Englisch

Toni Ebel, Andreas Fux, Harry Hachmeister, Jochen Hass, Dorothea von Philipsborn, Erika Stürmer-Alex, Rita „Tommy“ Thomas, Jürgen Wittdorf, Egon Wrobel

Kuratiert von Stephan Koal

Die nGbK ist Kooperationspartnerin des Projekts QUEERE KUNST IN DER DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda, das Künstler_innen-Positionen aus der DDR beleuchtet und dazu einlädt, Kunst aus der DDR neu zu lesen. Die Ausstellung und das umfassende Veranstaltungsprogramm sind eine Initiative von KVOST – Kunstverein Ost e.V. und finden in Kooperation mit der nGbK, dem Mitte Museum und dem Werkbundarchiv – Museum der Dinge statt. Anhand der wechselhaften Biografien von neun Künstler_innen und ihrer Werke – darunter Gemälde, Skulpturen, Keramiken und Fotografien – zeigt die Ausstellung, wie unterschiedlich die Kunstschaffenden mit den politischen und gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Zeit umgingen. Inwiefern beeinflusste die sexuelle Orientierung ihre künstlerische Praxis und ihre berufliche Entwicklung?

Homosexualität blieb in der DDR trotz schrittweiser Entkriminalisierung gesellschaftlich und politisch stark stigmatisiert. Nach dem Mauerfall verbesserte sich die Situation queerer Künstler:innen nicht signifikant – im Gegenteil: Viele Künstler_innen aus der DDR drohten in Vergessenheit zu geraten. Heute wächst das allgemeine Interesse an der Kunst und Kultur der DDR ebenso wie an queeren Lebensrealitäten. Die Verbindung beider Perspektiven – queere Biografien und künstlerische Ausdrucksformen in der kommunistischen Diktatur – bleibt aber bisher ein weitgehend unerforschtes Feld.

Obwohl der Begriff „queer“ in seiner heutigen Bedeutung in der DDR nicht existierte, wird er in der Ausstellung bewusst verwendet: als Sammelbegriff für Menschen, die als Lesben, Schwule und Bisexuelle gleichgeschlechtlich begehrten und liebten, sowie für jene, die als transgeschlechtliche und nichtbinäre Personen jenseits konventioneller Vorstellungen von Geschlecht lebten.

Eine begleitende Publikation erscheint im DISTANZ Verlag.

Ausstellungsorte

KVOST / Leipziger Straße 47, 10117 Berlin / kvost.de (alle Künstler_innen)
nGbK / Karl-Liebknecht-Straße 11/13, 10178 Berlin (alle Künstler_innen)
Mitte Museum / Pankstraße 47, 13357 Berlin / mittemuseum.de (Andreas Fux & Jürgen Wittdorf)
Werkbundarchiv – Museum der Dinge / Leipziger Straße 54, 10117 Berlin / museumderdinge.de (Egon Wrobel)

Weitere Kooperationspartner

Feministisches Archiv FFBIZ, Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Museum Lichtenberg, Schwules Museum, Sonntagsclub, Universität Leipzig sowie weitere private Sammlungen, Zeitzeug_innen und Expert_innen.

Die Realisierung des Projektes wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht.

Mit Dank an den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für die Förderung der Publikation.

Andreas Fux, Handelszentrum Friedrichstraße, Berlin, 1985, Fotografie. Courtesy: Andreas Fux und KVOST, Berlin

PROGRAMM

Soft Opening KVOST
mit Vorstellung der Publikation
Mi, 25.3.26, 18:00–21:00 Uhr

Soft Opening Werkbundarchiv – Museum der Dinge
Mi, 25.3.26, 17:00–19:00 Uhr

Soft Opening Mitte Museum
Do, 26.3.26, 18:00–21:00 Uhr

Eröffnung nGbK
Fr, 27.3.26, 18:00–21:00 Uhr

Queer – Eine ostdeutsche Geschichte
Vortrag von Maria Bühner
Mi, 15.4.26, 19:00 Uhr

Queere Lebensweisen in Ostdeutschland waren bereits in der Vergangenheit vielfältig – und zugleich häufig unsichtbar. Wie lebten und liebten queere Menschen in der DDR? Wie erlebten sie den Umbruch 1989/90 und die 1990er Jahre? Welche Strategien entwickelten sie, um Beziehungen, Freund_innenschaften und Gemeinschaften zu gestalten – im Privaten, in subkulturellen Räumen oder in politischen Bewegungen? Der Vortrag eröffnet einen Einblick in diese kaum bekannte Seite ostdeutscher Zeitgeschichte. Er zeigt anhand von vielfältigen Archivmaterial, wie queere Menschen in Ostdeutschland sowohl mit Diskriminierung und Kontrolle konfrontiert waren als auch Räume für Austausch, Selbstverwirklichung und politische Veränderungen schufen. Der Vortrag lädt dazu ein, gemeinsam über Sichtbarkeit, Erinnerungskultur und die Bedeutung queerer Perspektiven für die ostdeutsche Zeitgeschichte nachzudenken.

Maria Bühner ist Kulturwissenschaftlerin, Historikerin und Mitglied im Netzwerk Queere Zeitgeschichten im deutschsprachigen Europa. Ihre abgeschlossene Promotion zur Subjektivierung frauenbegehrender und lesbischer Frauen in Ostdeutschland (1945–1995) erzählt ostdeutsche Geschichte aus queerer Perspektive neu. Sie war u. a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig und am Deutschen Hygiene-Museum Dresden tätig. Ergebnisse ihrer Promotion hat sie beispielsweise in der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte (2025, Nr. 21) und in einer Expertise für den Senat Berlin (2024) veröffentlicht. Sie engagiert sich freiberuflich und ehrenamtlich für die Sichtbarkeit queerer ostdeutscher Geschichte. 

Führung zu allen Orten mit Viviane Tabach
So, 19.4.26, 14:30 Uhr

Die Führung beginnt bei KVOST (Leipziger Straße 47, 10117 Berlin).
Route: KVOST → Werkbundarchiv – Museum der Dinge → nGbK → Mitte Museum.

Viviane Tabach ist eine brasilianische Kuratorin, Kunstvermittlerin und Künstlerin, die in Berlin lebt. Ihre Praxis untersucht die Schnittstellen von Bildung, Kuratieren und künstlerischer Forschung. Tabach ist Mitglied der Cruising Curators und von The ReRouting Project sowie Teil der Arbeitsgruppe Dissident Paths in der nGbK (2025/26).

Out in Ost-Berlin
Filmvorführung und Artist Talk mit Andreas Fux
Mi, 22.4.26, 19:00 Uhr

Moderation: Stephan Koal, Kurator der Ausstellung

Auch in der DDR waren viele homosexuelle Menschen von Angst und Schuldgefühlen geprägt. Zwar wurde der Homosexualität zwischen erwachsenen Männern kriminalisierende Paragraf 175 bereits 1968 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen, doch gesellschaftliche Stigmatisierung und Diskriminierung bestanden weiterhin fort. Viele Betroffene gerieten in einen tiefen Konflikt zwischen ihrer Verbundenheit zur Heimat und dem Protest gegen einen Staat, der sie weitgehend ignorierte. Der Film erzählt eindrucksvolle und überraschende Geschichten aus dem Alltag dieser Minderheit in der DDR – ein Werk von Jochen Hick und Andreas Strohfeldt. Andreas Fux, geboren in Berlin-Lichtenberg, ist ein deutscher Fotograf, der seit 1990 freischaffend tätig ist und in Berlin lebt und arbeitet. Erste Arbeiten von ihm erschienen bereits 1988 in der Ost-Berliner Zeitschrift Das Magazin. Er zählt zur Prenzlauer Berger Künstlerszene, die die letzten Jahre der DDR, die Wendezeit und den gesellschaftlichen Umbruch dokumentierte. In seinen Fotografien setzt er sich mit Themen wie Körper, Identität und Sexualität auseinander und entwickelt dabei eine prägnante, oft provokante Bildsprache.

Führung mit dem Kurator Stephan Koal
Sa, 25.4.26, 14:30 Uhr

Führung mit dem Kurator Stephan Koal
Sa, 2.5.26, 14:30 Uhr

Führung mit dem Kurator Stephan Koal durch die Ausstellungsteile bei KVOST und Werkbundarchiv – Museum der Dinge. Die Führung beginnt bei KVOST.

Führung zu allen Orten mit Viviane Tabach
So, 3.5.26, 14:30 Uhr

Die Führung beginnt bei KVOST (Leipziger Straße 47, 10117 Berlin).
Route: KVOST → Werkbundarchiv – Museum der Dinge → nGbK → Mitte Museum.

Viviane Tabach ist eine brasilianische Kuratorin, Kunstvermittlerin und Künstlerin, die in Berlin lebt. Ihre Praxis untersucht die Schnittstellen von Bildung, Kuratieren und künstlerischer Forschung. Tabach ist Mitglied der Cruising Curators und von The ReRouting Project sowie Teil der Arbeitsgruppe Dissident Paths in der nGbK (2025/26).

„Queerpolitik im Handgemenge“
Lesung und Gespräch mit Klaus Lederer und Pieke Biermann
Mi, 6.5.26, 19:00 Uhr

Im Spannungsverhältnis von Politik, gesellschaftlicher Entwicklung und queeren Lebensweisen liegen Emanzipation und Regression oft nah beieinander. Für die jüngere Zeitgeschichte seit 1990 reflektiert Klaus Lederer, ehemaliger Berliner Bürgermeister und Kultursenator, das in seinem im März im Querverlag erschienenen Essay „Queerpolitik im Handgemenge“. Pieke Biermann, Autorin und Übersetzerin, mit feministischen West-Berliner Hintergrund, und der schwule, aus Ost-Berlin kommende Lederer sprechen über diese Ambivalenzen, über ihre Erfahrungen, Wege und Irrwege – und blicken dann auch auf die Herausforderungen der Gegenwart.

Pieke Biermann, geboren 1950, ist Schriftstellerin (dreifache Krimipreisträgerin, „Das Berlin-Quartett“ bei Argument mit Ariadne) und Übersetzerin (Übersetzungspreis der Leipziger Buchmesse 2020). Die studierte Politik-, Sprach- und Literaturwissenschaftlerin war in den 1970er und 1980er Jahren feministisch aktiv in West-Berlin.
Klaus Lederer, geboren 1974, ist parteiloser Abgeordneter und queerpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. Der promovierte Jurist und Autor (u.a. „Mit links die Welt retten“, Kanon 2024) und Publizist war von 2016 bis 2023 Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa in Berlin.

Führung zu allen Orten

Sa, 9.5.26, 14:30 Uhr

Führung zu allen Orten
So, 17.5.26, 14:30 Uhr

Die Führung beginnt bei KVOST (Leipziger Straße 47, 10117 Berlin).
Route: KVOST → Werkbundarchiv – Museum der Dinge → nGbK → Mitte Museum.

Ein Abend mit Caspar Gutsche
Lesung und Gespräch, moderiert von Stephan Koal
Mi, 20.5.26, 19:00 Uhr

Caspar Gutsche, die Verfasserin der frühen Lesbenprotokolle (1991) und Wegbegleiterin von Erika Stürmer-Alex liest aus ihrem Debütroman „Ich tanze nun mal nicht gerne Standard“ über ihre Kindheit und Zeit auf dem Künstlerhof Lietzen, den Stürmer-Alex 1982 als Freiraum in Brandenburg geschaffen hat. Die Lesung eröffnet persönliche und literarische Einblicke in das Leben als lesbische Frau in der DDR und den Umgang mit gesellschaftlichen Rollenbildern und ideologischen Erwartungen. 

Caspar Gutsche arbeitet als Autorin und ist seit über dreißig Jahren als Sängerin und Textautorin tätig. Ihr erster Roman „Ich tanze nun mal nicht gerne Standard“ erschien im vergangenen Herbst beim Querverlag. Zum Ausgleich für Wortreiches befasst sie sich sowohl mit Handwerklichem als auch Gestalterischem, von Innenarchitektur bis zur Schuhmacherei. Gebürtig und aufgewachsen in Ostberlin, lebt sie mit ihrer Frau in Berlin-Zehlendorf.
Stephan Koal ist Mitinitiator und Leiter von KVOST. Seine Laufbahn begann 2003 bei C/O Berlin. Von 2010–2018 kuratierte er an der Kunsthalle Rostock die Reihe „Portfolio Berlin“ und realisierte dort 2024 eine Ausstellung von Gregor Hildebrandt. Von 2007–2010 war er Kurator und Projektmanager von Art Biesenthal. Für KVOST kuratierte er u. a. „Clara Mosch“, „Die Auto-Perforations-Artisten“ und „QUEERE KUNST IN DER DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda“.

Aids – in Zeiten der Liebe
Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion
Do, 28.5.26, 19:00 Uhr

Auf dem Podium: Jens Bisky, Johannes Nichelmann, Dr. Henning Tümmers
Moderation: Christine Watty

Filmvorführung des ersten Teils der neuen ZDF-Dokuserie über ein schwules Künstlerpaar aus Ostberlin und ein Virus, das in den 1980er Jahren plötzlich alles verändert hat. In der anschließenden Podiumsdiskussion zum Film geht es um die politische und gesellschaftliche Rolle von AIDS in der DDR. Warum informierte die Regierung um Erich Honecker ihre Bevölkerung erst nach jahrelangem Zögern? Welche Maßnahmen leiteten die Behörden ein und wie reagierten vor allem queere Menschen auf die Bedrohung? Welche Funktion sollte der erste schwule Film der DDR „Coming Out“ im Kampf gegen die Krankheit erfüllen, auch, wenn er AIDS gar nicht thematisiert? Außerdem geht es um die Folgen der Epidemie für die Kunstwelt in Ost und West. Der an AIDS verstorbene Kunsttheoretiker Wolfgang Max Faust konstatierte: „Es geht in der Kunst nicht mehr um Kunst. Es geht um unser Leben.“

Jens Bisky, geboren 1966, war lange Jahre Feuilletonredakteur der „Süddeutschen Zeitung“ und arbeitet seit 2021 als geschäftsführender Redakteur am Hamburger Institut für Sozialforschung. Autor mehrerer Bücher, u.a. „Berlin. Biographie einer großen Stadt“ (2019) und „Die Entscheidung. Deutschland 1929 bis 1934“ (2024).
Dr. Henning Tümmers, geboren 1977, ist Professor am Seminar für Zeitgeschichte, Universität Tübingen und Autor des Buches “AIDS - Autopsie einer Bedrohung im geteilten Deutschland” (2017).
Johannes Nichelmann, Jahrgang 1989, ist TV- und Audiojournalist, sowie Regisseur der Doku “AIDS - In Zeiten der Liebe”, außerdem Autor des Sachbuches “Nachwendekinder” (2019) und Co-Gründer der Produktionsfirma “nb Studios” in Berlin.

Eine Veranstaltung von ZDF aspekte, KVOST und Deutschlandfunk Kultur in Kooperation mit der nGbK und nbStudios

Führung
Sa, 30.5.26, 14:30 Uhr
Führung durch die Ausstellungsteile bei KVOST und im Werkbundarchiv – Museum der Dinge. Die Führung beginnt bei KVOST (Leipziger Straße 47, 10117 Berlin).

Filmvorführung Coming Out
mit anschließendem Gespräch mit dem Hauptdarsteller Matthias Freihof
Mi, 3.6.26, 19:00 Uhr

Der DEFA-Spielfilm Coming Out (1989) von Regisseur Heiner Carow erzählt die Geschichte des jungen Ost-Berliner Lehrers Philipp (Matthias Freihof), der sich zunehmend mit seiner eigenen Homosexualität auseinandersetzt. Während er zunächst eine Beziehung mit seiner Kollegin Tanja führt, gerät er durch die Begegnung mit dem jungen Matthias in einen inneren Konflikt und beginnt, seine sexuelle Identität zu hinterfragen. Der Film begleitet diesen persönlichen Prozess zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, Vorurteilen und dem Wunsch nach Selbstakzeptanz.

Historisch gilt Coming Out als der einzige DDR-Spielfilm, der Homosexualität in den Mittelpunkt stellt. Seine Premiere fand am 9. November 1989 im Kino International in Ost-Berlin statt – in derselben Nacht, in der die Berliner Mauer fiel. Dadurch erhielt der Film eine besondere symbolische Bedeutung: Während draußen ein politisches System zusammenbrach, wurde im Kino ein gesellschaftliches Tabu thematisiert.

Mit anschließendem Gespräch mit dem Hauptdarsteller Matthias Freihof (Moderation: Stephan Koal).

Matthias Freihof, geboren 1961, ist ein deutscher Schauspieler, Sänger und Regisseur. Nach seinem Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin feierte er seinen Durchbruch 1989 mit der Hauptrolle im DEFA-Film Coming Out. Bekannt ist er zudem aus zahlreichen TV-Produktionen wie Tatort, Siska, Der Alte, Soko sowie als Theaterregisseur. 

Stephan Koal ist Mitinitiator und Leiter des KVOST. Seine Laufbahn begann 2003 bei C/O Berlin. Von 2010 bis 2018 kuratierte er an der Kunsthalle Rostock die Reihe „Portfolio Berlin“ und realisierte dort 2024 eine Ausstellung von Gregor Hildebrandt. Von 2007 bis 2010 war er Kurator und Projektmanager von Art Biesenthal. Für KVOST kuratierte er u. a. „Clara Mosch“, „Die Auto-Perforations-Artisten“ und „QUEERE KUNST IN DER DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda“.

Führung
Sa, 6.6.26, 14:30 Uhr

Führung zu allen Orten mit Viviane Tabach
So, 7.6.26, 14:30 Uhr

Die Führung beginnt bei KVOST (Leipziger Straße 47, 10117 Berlin).
Route: KVOST → Werkbundarchiv – Museum der Dinge → nGbK → Mitte Museum. Die Tour wird mit der BVG durchgeführt.

Viviane Tabach ist eine brasilianische Kuratorin, Kunstvermittlerin und Künstlerin, die in Berlin lebt. Ihre Praxis untersucht die Schnittstellen von Bildung, Kuratieren und künstlerischer Forschung. Tabach ist Mitglied der Cruising Curators und von The ReRouting Project sowie Teil der Arbeitsgruppe Dissident Paths in der nGbK (2025/26).

Führung mit dem Kurator Stephan Koal
Sa, 13.6.26, 14:30 Uhr

Führung mit dem Kurator Stephan Koal durch die Ausstellungsteile bei KVOST und Werkbundarchiv – Museum der Dinge. Die Führung beginnt bei KVOST.

Führung zu allen Orten mit dem Kurator Stephan Koal
So, 14.6.26, 14:30 Uhr

Die Führung beginnt bei KVOST (Leipziger Straße 47, 10117 Berlin).
Route: KVOST → Werkbundarchiv – Museum der Dinge → nGbK → Mitte Museum.

Führung mit dem Kurator Stephan Koal
Sa, 20.6.26, 14:30 Uhr

Führung
So, 21.6.26, 14:30 Uhr

Zusammen. Lesbische Künstlerinnen in der DDR
Gespräch mit Birgit Bosold, Judith Geffert und Nina Weller
Mi, 24.6.26, 19:00 Uhr

In der DDR existierten überaus aktive, lebendige lesbisch-feministische Künstlerinnen-Netzwerke. Welche Räume konnten sie sich schaffen, und welche blieben ihnen verwehrt? Birgit Bosold und Judith Geffert sprechen mit Nina Weller über künstlerische Praktiken, kollektive Strategien und Formen der Selbstermächtigung lesbischer Künstlerinnen in der DDR.

Birgit Bosold ist seit 2006 Mitglied des Vorstands des Schwulen Museums in Berlin (SMU). Mit ihren Schwerpunkten Strategie, Programm, Finanzen und Kuration hat sie in den vergangenen 20 Jahren maßgeblich zu der dynamischen Entwicklung des SMU beigetragen und zahlreiche Ausstellungen (ko-)kuratiert, unter anderem Lesbisches Sehen (2018) und zuletzt die dreiteilige Ausstellungsserie Lesbian Legacies im Kunstraum Scherben Berlin. Seit 2021 ist sie zudem Vorstand der Stiftung Schwules Museum, die sich der Förderung queerer Kunst und Kultur widmet. 
Judith Geffert ist freie Radio-Autor:in. Sie studierte Literatur und Theaterwissenschaft sowie Kultur und Geschichte Mittel und Osteuropas in Berlin und Frankfurt (Oder). Sie produziert Hörstücke, Features und Podcasts u.a. zu lesbisch-feministischen Netzwerken in der DDR. Sie war Ko-Kurator_in der Ausstellung „Gemeinsam sind wir unerträglich. Die unabhängige Frauenbewegung in der DDR“. Ihr Hörspiel Kontaktanzeigen. Queere Generationendialoge in Ostdeutschland wurde erstmals 2024 bei Deutschlandradio ausgestrahlt.
Nina Weller ist Slawistin und Literaturwissenschaftlerin. Am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) forscht sie zu Populärkulturen, Erinnerungskulturen und Dokumentarliteratur in Belarus, Russland und der Ukraine.  Daneben ist sie auch als Literaturvermittlerin und Übersetzerin tätig.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) statt.

Führung
Sa, 27.6.26, 14:30 Uhr

Führung durch die Ausstellungsteile bei KVOST und im Werkbundarchiv – Museum der Dinge. Die Führung beginnt bei KVOST (Leipziger Straße 47, 10117 Berlin).

Führung zu allen Orten mit Viviane Tabach
So, 28.6.26, 14:30 Uhr

Die Führung beginnt bei KVOST (Leipziger Straße 47, 10117 Berlin).
Route: KVOST → Werkbundarchiv – Museum der Dinge → nGbK → Mitte Museum.

Viviane Tabach ist eine brasilianische Kuratorin, Kunstvermittlerin und Künstlerin, die in Berlin lebt. Ihre Praxis untersucht die Schnittstellen von Bildung, Kuratieren und künstlerischer Forschung. Tabach ist Mitglied der Cruising Curators und von The ReRouting Project sowie Teil der Arbeitsgruppe Dissident Paths in der nGbK (2025/26).

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