Activist Choreographies of Care
Ort(e)
nGbK, Karl-Liebknecht-Str. 11/13, 10178 Berlin
Künstler_innen:
Va-Bene Elikem Fiatsi, Martin Toloku, Sarah Ama Duah, Anthony R. Green & Julius Yaw Quansah, Rüzgâr Buşki & Mawuenya Amudzi, Marcella Nuerkie Akuetteh, Rebecca Korang & Efia Serwah, Akpene Akosua Deku, Chie Marquart-Tabel & Austin Nortey, Angel Maxine, Isabel Kwarteng-Acheampong, Audrey Obuobisa-Darko, Baahwa, Damien Kwadjo, Efua Osei, Kobena Ampofo, Kwame Boateng, Nenyi Ato Bentum, Kwame Brenyah, Bodi Babatola, Otis Mensah and the K++V Performance Swarm
nGbK-Arbeitsgruppe:
Va-Bene Elikem Fiatsi (crazinisT artisT), hn. lyonga, Sunny Pfalzer, Malte Pieper, Maj Smoszna
Activist Choreographies of Care: perfocraZe International Artist Residency eröffnet am 28. März in der nGbK. Das Projekt verbindet Kumasi mit Berlin und verflicht queere Geschichten, die in, über und von diesen Orten erzählt werden. Bestehende und neu produzierte künstlerische Arbeiten, frühere Performances und neue Live-Aktionen werden durch ein Veranstaltungsprogramm miteinander verbunden, das den gemeinschaftlichen Geist einer Residency mit der Idee eines Begegnungsraums verbindet, der durch eine Ausstellung und ein Performance-Setup entsteht.
Activist Choreographies of Care eröffnet einen Satellitenraum der perfocraZe International Artist Residency (pIAR) aus Kumasi (Ghana) in Berlin. pIAR ist ein selbstorganisierter Safer Space für die LGBTQIA+ Community in Ghana, der derzeit durch ein neues Gesetz akut bedroht ist. Das „Gesetz über menschliche sexuelle Rechte und ghanaische Familienwerte“, das im Februar 2024 vom Parlament verabschiedet wurde, kriminalisiert unter anderem die Identifizierung als LGBTQIA+ und das Eintreten für die Rechte von LGBTQIA+ Personen. Während das Gesetz vom vorherigen Parlament nicht unterzeichnet wurde und seine Umsetzung somit ausgesetzt ist, plant das neue Parlament, den gewalttätigen und diskriminierenden Inhalt des Gesetzes in Lehrpläne von Schulen aufzunehmen.
Mit Installationen, Filmen, Textilarbeiten, Poesie und Performances suchen die Künstler_innen nach queerem Erbe. Dabei machen sie koloniale Geschichten sichtbar, die in Körper und Räume eingeschrieben sind, und schaffen Welten, die Raum für Verbindung, täglichen Widerstand und Transformation bieten. Die in Kumasi und Berlin lebenden Künstler_innen erforschen zirkuläre Erzählungen und spekulative queere Zukünfte. Mit Blick auf vorkoloniale Geschichten versammelt das Projekt Künstler_innen, deren Arbeiten westliche Vorstellungen von binärem Geschlecht und Queerness in Frage stellen, um internationale Solidarität zu wecken und resiliente Netzwerke aufzubauen.
Die Ausstellung dient als Ort der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Essens. In diesem Sinne finden am Eröffnungsabend Performances teilnehmender Künstler_innen statt. Im April und Mai wird das Programm mit offenen Ateliers, einem Filmabend, einem Performance-Marathon, Workshops und dem Love fEAST fortgesetzt. Das Love fEAST ist eine Dinner- und Tanzparty, die eine Brücke zwischen Künstlerinnen, queeren Familien und lokalen Communities in Kumasi schlägt.
Aus der Ausstellung und dem Veranstaltungsprogramm entsteht eine Publikation, die ab Mai im Verlag der nGbK erhältlich sein wird.
Va-Bene Elikem Fiatsi wird von der Martin Roth-Initiative gefördert, einem gemeinsamen Schutzprogramm des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen und des Goethe-Instituts, das vom Auswärtigen Amt unterstützt wird.
In Zusammenarbeit mit dem DAAD Künste und Medien Programm.
Begleitprogramm
Freitag, 28. März, 19 Uhr
Eröffnung mit der Performance TIME BOMB von Marcella Nuerkie Akuetteh und einer Konzert-Performance von Anthony R. Green & Julius Yaw Quansah u. a. Auf Deutsch und Englisch
Freitag, 18. April, 12 Uhr
Protest-Performance von Va-Bene Elikem Fiatsi Auf Ewe (keine Sprachbarriere)
Samstag, 19. April, 19 Uhr
Performance-Marathon des K++V Swarm und Gästen Auf Deutsch und Englisch
Dienstag–Freitag, 22.–25. April, 14–18 Uhr
Offene Ateliers, Screenings, Workshops, Lesungen, Gespräche mit pIAR-Alumni, Jasmin Rolli, Austin Nortey, Kwame Brenyah, Mawuenya Amudzi und Gästen Auf Deutsch und Englisch
Dienstag, 22. April, 19 Uhr
Filmabend mit Kurzfilmen von Künstler_innen und Aktivist_innen aus dem pIAR-Umfeld Auf Englisch
Samstag, 26. April, 17 Uhr
Love fEAST Dinner mit ghanaischem Essen, Konzert von Angel Maxine, Musikperformance von Kwame Brenyah, DJs Auf Deutsch und Englisch
Samstag, 3. Mai, 15 Uhr (Deutsch) und 16 Uhr (Englisch)
Kuratorische Führung zum Gallery Weekend
Samstag, 17. Mai, 15 Uhr (Deutsch) und 16 Uhr (Englisch)
Kuratorische Führung am Internationalen Tag gegen Homo-, Trans- und Biphobie
Sonntag, 1. Juni, 11–14 Uhr
Queering Black Church Narratives Veranstaltung für BIPOC Anmeldung unter anmeldung@ngbk.de
Sonntag, 1. Juni, 15 Uhr
Finissage, Performances, Protest und Lesungen im öffentlichen Raum vom Ausstellungsraum über den Alexanderplatz, zur Eröffnung des PRIDE-Month mit Angel Maxine, Damien Kwadjo, hn. lyonga, Isabel Kwarteng-Acheampong, Kwame Boateng, Otis Mensah und Va-Bene Elikem Fiatsi Auf Englisch
Weitere Veranstaltung
Freitag, 16. Mai – Montag, 26. Mai
Ausstellung von iki yos piña, mani tapes und wat3r mami („Dont hit a la negrx“) kuratiert von BARAZANI.berlin
Ort: BARAZANI.berlin, Projektraum SPREEUFER, Spreeufer 6, 10178 Berlin