Open Archive for Urbanism: Frauen bauen – über Architektinnen der DDR
Vortrag und Gespräch mit Birgit Szepanski
Obwohl es in der DDR mehr Architektinnen gab als im Westen – 25% der Architekt_innen waren in der DDR weiblich, in der BRD waren es nur circa 10% – waren und sind die Männer bekannter: Star-Architekten wie Hermann Henselmann, Ulrich Müther und Wolf-Rüdiger Eisentraut kennen viele. Doch welche namhaften Architektinnen der DDR kennen wir und was haben sie gebaut? Die Lücke in unserem Wissen und Gedächtnis ist ein Gender-Gap. Neben ihren männlichen Kollegen sichtbar zu werden, war für Architektinnen in der DDR schwierig. Zudem trug das Bauen in Kombinaten dazu bei, dass Frauen als Architektinnen in Vergessenheit gerieten. Dabei waren sie an Großbauprojekten maßgeblich beteiligt und schufen darüber hinaus eigene, innovative Bauprojekte. Frauen bauten Siedlungen und Wohnräume, sie gestalteten Plätze und repräsentative Innenräume. Die Künstlerin und Kunstwissenschaftlerin Birgit Szepanski stellt Architektinnen der DDR, ihre Biografien und Bauwerke vor und wirft einen feministischen Blick auf die Urbanität der DDR.
Birgit Szepanski ist Künstlerin und Kunstwissenschaftlerin. Ihre künstlerisch-wissenschaftliche Dissertation Erzählte Stadt erschien im transcript Verlag. In ihren recherchebasierten Kunstprojekten und in ihrer Kunstvermittlung setzt sich Szepanski für die Sichtbarkeit von Frauen ein und thematisiert Vergessenes in der Erinnerungskultur.