Dissident Paths: Traces (Tag 1)
Informationen zur Barrierefreiheit: Für individuelle Rückfragen oder besondere Bedarfe zur Barrierefreiheit kontaktieren Sie uns gerne unter: cruisingcurators@gmail.com
Eröffnungsprogramm
Einlass: 18:00 Uhr
18:00–19:00 Uhr + 21:00–22:00 Uhr
Printing for Abolition mit Rüzgâr Buşki
Während der Eröffnung und im Verlauf des dreitägigen Programms stellt Rüzgâr Buşki live eine neue Auflage von 400 Siebdrucken her. Die Drucke sind auf das Format der Publikation Walk Notations abgestimmt. Die Besucher_innen sind eingeladen, gemeinsam mit Rüzgâr zu drucken und die Blätter anschließend in ihr Exemplar der Publikation einzulegen. Dieses Ritual soll all jene würdigen, die in Berlin standhaft geblieben sind, um ihre Grundrechte gegen Polizeigewalt auszuüben.
19:00–20:00 Uhr
Walk Notations Buchpräsentation
Walk Notations versammelt die Spuren des Projekts Dissident Paths: Walking Together as a Method, einer Reihe künstlerische Spaziergänge, die 2025 durch Berlin führten. Das Buch umfasst künstlerische Praktiken, kuratorische Gespräche und Reflexionen, die das Gehen als eine Methode verstehen, sich gemeinsam im öffentlichen Raum zu bewegen. Einige Beiträge greifen spezifische Orte und Gesten wieder auf; andere holen weiter aus, motiviert durch persönliche Erinnerungen, Archivrecherchen, theoretische Analysen oder spekulative Fiktionen. Walk Notations ist als portable Begleitlektüre konzipiert und lädt die Leser_innen ein, sich anders durch die Stadt zu bewegen – mit Achtsamkeit für Umwege, Schwellen und Möglichkeiten, die entstehen, wenn man gemeinsam statt alleine geht.
Die Kurator_innen der Gruppen ReRouting und Cruising Curators stellen das Buch zur Eröffnung von TRACES vor.
20:00–21:00 Uhr
a-mal-a-malgam mit Yasmeen Al-Qaisi
Mit Getreiden und Geschichten lädt Yasmeen Al-Qaisi uns ein, das Fasten zu brechen und Leben in unsere Bäuche aufzunehmen. a-mal-a-malgham ist eine arabisch-englische Wortschöpfung. Sie steht zugleich für eine Masse (الملغم al-malgham, Amalgam) und eine Mischung aus Hoffnung (أمل amal). Durch das gemeinsame Mahl rufen wir die Süße von Blumen, Früchten und Gewürzen an, als Schutz gegen jene zerstörerischen Reinheitsansprüche der Politik, die unsere Umwelten beherrschen. Wie schon zuvor ruft Iazmin das Wissen und die Kraft unserer Großmütter und Getreide-Mütter auf und lädt die Gäste dazu ein, ihre ursprünglichsten Werkzeuge, ihre Hände, zu nutzen und Absichten wie Wünsche in den gemeinsamen Akt des Essens einzubringen. Rezeptlos, pan-kulinarisch, weltumspannend.
TRACES-Installation
Über das dreitägige Programm hinweg teilen einige Künstler_innen physische Spuren ihrer Spaziergänge, aus denen gemeinsam mit Forschungsmaterial aus der Bibliothek der Kurator_innen eine kollektive Installation entsteht.
Mit Beiträgen von: Lucía Alfaro Valencia, Yasmeen Al-Qaisi, Elena Biserna, Mirja Busch, Rüzgâr Buşki, Suelen Calonga, Saverio Cantoni, Gabriel Francisco Lemos, Carolin Genz, Jane Hwang, Mahshid Mahboubifar, Pol Merchan & Sarah Martinus, Harun Morrison, Pitchaya Ngamcharoen, Marlene Oeken & Martha Schwindling, Minh Duc Pham, Liz Rosenfeld, Natthapong Samakkaew, Kaspar Schmidt Mumm, Nour Sokhon, Lauryn Youden, Alternative Monument, Esquina Caliente, hand breast heart kollektiv, House’ it going? (Laura Margarete Bertelt & Uli Kneisl), Project In/Visibility (Samirah Siddiqui & Tasnim Elboute), ssssSssssssss (Ashkan Sepahvand & virgil b/g taylor)
nGbK-Arbeitsgruppe: Clementine Butler-Gallie, Bengisu Çağlayan, Raphael Daibert, Luise Leon Elbern, Eirini Fountedaki, Viviane Tabach