Palästina zwischen Augen: Ich sehe was, was Du nicht siehst (Teil 1)
Filmscreening kuratiert von Fadi Abdelnour in Kooperation mit ALFILM
Den größten Teil des 20. Jahrhunderts wurden die Entscheidungen über die Darstellung Palästinas anderswo getroffen. Palästina wurde von anderen als Kulisse für die hartnäckige Erzählung benutzt, dass es kein Land sei und dass Palästinenser:innen nie existiert hätten. Die Bilder lieferten die Figuren, die Erzählung lieferte die Abwesenheit. In „Introduction to the End of an Argument“ führen Jayce Salloum und Elia Suleiman ein Archiv dieser Erzählung zu ihren Urheber:innen zurück, bis sie sich selbst ad absurdum führt. Die palästinensische Revolution hat dieses Problem der Repräsentation von außen sehr gut verstanden. Ende der 1960er Jahre nahmen ihre Filmteams die Sache selbst in die Hand. Sie erzählten die Geschichten ihrer Geflüchtetenlager, Schulen, Beerdigungen und Kämpfer:innen und schickten die Filme in die Welt hinaus. Die israelische Armee beschlagnahmte den Großteil dieses Filmmaterials, als sie 1982 im Libanon einmarschierte. Was heute noch übrig ist, hat nur dank Kopien überlebt, die einst ins Ausland zu Festivals geschickt wurden. In „Off Frame AKA Revolution Until Victory“ trägt Mohanad Yaqubi dieses Filmmaterial aus den erhalten gebliebenen Beständen wieder zusammen.
Bei allen Veranstaltungen steht ein Awareness-Team zur Verfügung. Weitere Infos hier