Palästina zwischen Augen: The Return of the Palestinian Question and the End of the Human Rights Discourse
Vortrag mit Sami Khatib. Moderiert von Joshua Schwebel
Sami Khatib wird einen Vortrag auf Grundlage seines Artikels von 2024 mit dem Titel Against singularity, Palestine as symptom and cause halten. In diesem diskutiert er eine der grundlegenden Fantasien, die den antipalästinensischen Rassismus in Deutschland prägen: Der Staat, der beansprucht, im Namen derjenigen zu sprechen, die im Namen Deutschlands ermordet wurden, kann nicht selbst ein Unrechtsstaat sein. Aus der Perspektive der deutschen Staatsräson beweist die uneingeschränkte Unterstützung des Staates Israel Deutschlands Erfolg bei der moralischen Erlösung und materiellen Wiedergutmachung für den Holocaust. Er argumentiert, dass Palästina einen Bruchpunkt sowohl der gegenwärtigen deutschen Ideologie als auch des westlichen Imperialismus darstellt. Der palästinensische Kampf lässt sich nicht in die entpolitisierende Sprache des Menschenrechtsdiskurses übersetzen. Eine Antwort auf die Palästinafrage erfordert daher eine Veränderung der Wahrnehmung dieser gesamten Ordnung.
Bei allen Veranstaltungen steht ein Awareness-Team zur Verfügung. Weitere Infos hier