QUEERE KUNST IN DER DDR? „Out in Ost-Berlin“
Filmvorführung und Artist Talk mit Andreas Fux
Moderation: Stephan Koal, Kurator der Ausstellung
Auch in der DDR waren viele homosexuelle Menschen von Angst und Schuldgefühlen geprägt. Zwar wurde der Homosexualität zwischen erwachsenen Männern kriminalisierende Paragraf 175 bereits 1968 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen, doch gesellschaftliche Stigmatisierung und Diskriminierung bestanden weiterhin fort. Viele Betroffene gerieten in einen tiefen Konflikt zwischen ihrer Verbundenheit zur Heimat und dem Protest gegen einen Staat, der sie weitgehend ignorierte. Der Film erzählt eindrucksvolle und überraschende Geschichten aus dem Alltag dieser Minderheit in der DDR – ein Werk von Jochen Hick und Andreas Strohfeldt.
Andreas Fux, geboren in Berlin-Lichtenberg, ist ein deutscher Fotograf, der seit 1990 freischaffend tätig ist und in Berlin lebt und arbeitet. Erste Arbeiten von ihm erschienen bereits 1988 in der Ost-Berliner Zeitschrift Das Magazin. Er zählt zur Prenzlauer Berger Künstlerszene, die die letzten Jahre der DDR, die Wendezeit und den gesellschaftlichen Umbruch dokumentierte. In seinen Fotografien setzt er sich mit Themen wie Körper, Identität und Sexualität auseinander und entwickelt dabei eine prägnante, oft provokante Bildsprache.