QUEERE KUNST IN DER DDR? „Queerpolitik im Handgemenge“
Lesung und Gespräch mit Klaus Lederer und Pieke Biermann
Im Spannungsverhältnis von Politik, gesellschaftlicher Entwicklung und queeren Lebensweisen liegen Emanzipation und Regression oft nah beieinander. Für die jüngere Zeitgeschichte seit 1990 reflektiert Klaus Lederer, ehemaliger Berliner Bürgermeister und Kultursenator, das in seinem im März im Querverlag erschienenen Essay „Queerpolitik im Handgemenge“. Pieke Biermann, Autorin und Übersetzerin, mit feministischen West-Berliner Hintergrund, und der schwule, aus Ost-Berlin kommende Lederer sprechen über diese Ambivalenzen, über ihre Erfahrungen, Wege und Irrwege – und blicken dann auch auf die Herausforderungen der Gegenwart.
Pieke Biermann, geboren 1950, ist Schriftstellerin (dreifache Krimipreisträgerin, „Das Berlin-Quartett“ bei Argument mit Ariadne) und Übersetzerin (Übersetzungspreis der Leipziger Buchmesse 2020). Die studierte Politik-, Sprach- und Literaturwissenschaftlerin war in den 1970er und 1980er Jahren feministisch aktiv in West-Berlin.
Klaus Lederer, geboren 1974, ist parteiloser Abgeordneter und queerpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. Der promovierte Jurist und Autor (u.a. „Mit links die Welt retten“, Kanon 2024) und Publizist war von 2016 bis 2023 Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa in Berlin.