QUEERE KUNST IN DER DDR? Zusammen. Lesbische Künstlerinnen in der DDR
Gespräch mit Birgit Bosold, Judith Geffert und Nina Weller
In der DDR existierten überaus aktive, lebendige lesbisch-feministische Künstlerinnen-Netzwerke. Welche Räume konnten sie sich schaffen, und welche blieben ihnen verwehrt? Birgit Bosold und Judith Geffert sprechen mit Nina Weller über künstlerische Praktiken, kollektive Strategien und Formen der Selbstermächtigung lesbischer Künstlerinnen in der DDR.
Birgit Bosold ist seit 2006 Mitglied des Vorstands des Schwulen Museums in Berlin (SMU). Mit ihren Schwerpunkten Strategie, Programm, Finanzen und Kuration hat sie in den vergangenen 20 Jahren maßgeblich zu der dynamischen Entwicklung des SMU beigetragen und zahlreiche Ausstellungen (ko-)kuratiert, unter anderem Lesbisches Sehen (2018) und zuletzt die dreiteilige Ausstellungsserie Lesbian Legacies im Kunstraum Scherben Berlin. Seit 2021 ist sie zudem Vorstand der Stiftung Schwules Museum, die sich der Förderung queerer Kunst und Kultur widmet.
Judith Geffert ist freie Radio-Autor_in. Sie studierte Literatur und Theaterwissenschaft sowie Kultur und Geschichte Mittel und Osteuropas in Berlin und Frankfurt (Oder). Sie produziert Hörstücke, Features und Podcasts u.a. zu lesbisch-feministischen Netzwerken in der DDR. Sie war Ko-Kurator_in der Ausstellung „Gemeinsam sind wir unerträglich. Die unabhängige Frauenbewegung in der DDR“. Ihr Hörspiel Kontaktanzeigen. Queere Generationendialoge in Ostdeutschland wurde erstmals 2024 bei Deutschlandradio ausgestrahlt
Nina Weller ist Slawistin und Literaturwissenschaftlerin. Am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) forscht sie zu Populärkulturen, Erinnerungskulturen und Dokumentarliteratur in Belarus, Russland und der Ukraine. Daneben ist sie auch als Literaturvermittlerin und Übersetzerin tätig.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) statt.