QUEERE KUNST IN DER DDR? Zusammen. Lesbische Künstlerinnen in der DDR
Gespräch mit Judith Geffert, Therese Koppe und Nina Weller
In der DDR existierten überaus aktive, lebendige lesbisch-feministische Künstlerinnen-Netzwerke. Welche Räume konnten sie sich schaffen, und welche blieben ihnen verwehrt? Ausgehend von Therese Koppes Dokumentarfilm Im Stillen laut (2019) und Judith Gefferts Hörspiel Kontaktanzeigen. Queere Generationendialoge in Ostdeutschland (gemeinsam mit Mike Dele Dittrich Frydetzki und Jule Gorke, 2024) sprechen die beiden mit Nina Weller über künstlerische Praktiken, kollektive Strategien und Formen der Selbstermächtigung lesbischer Künstlerinnen in der DDR.
Therese Koppe ist Dokumentarfilmerin, Autorin und Filmvermittlerin und lebt in Berlin. Sie studierte Soziologie und Kunstgeschichte sowie Dokumentarfilmregie u. a. an der Filmuniversität Babelsberg und der Brunel University London. Ihre Arbeiten befassen sich mit gesellschaftspolitischen und queeren Perspektiven. Ihr preisgekrönter Film Im Stillen laut hatte 2019 auf dem DOK Leipzig Premiere.
Judith Geffert ist freie Radio-Autor_in. Sie studierte Literatur und Theaterwissenschaft sowie Kultur und Geschichte Mittel und Osteuropas in Berlin und Frankfurt (Oder). Sie produziert Hörstücke, Features und Podcasts u.a. zu lesbisch-feministischen Netzwerken in der DDR. Sie war Ko-Kurator_in der Ausstellung „Gemeinsam sind wir unerträglich. Die unabhängige Frauenbewegung in der DDR“. Ihr Hörspiel Kontaktanzeigen. Queere Generationendialoge in Ostdeutschland wurde erstmals 2024 bei Deutschlandradio ausgestrahlt
Nina Weller ist Slawistin und Literaturwissenschaftlerin. Am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) forscht sie zu Populärkulturen, Erinnerungskulturen und Dokumentarliteratur in Belarus, Russland und der Ukraine. Daneben ist sie auch als Literaturvermittlerin und Übersetzerin tätig.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) statt.