QUEERE KUNST IN DER DDR? Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen
Filmvorführung und Gespräch mit Peggy Piesche
Peggy Piesche ist eine von fünf BIPOC-Feminist_innen, die im Film „Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen“ (2018) über ihren politischen Aktivismus gegen Rassismus und Sexismus sprechen. Dabei nehmen sie Bezug auf die Zeit der deutschen Vereinigung. Wie haben sie den tiefgreifenden politischen Wandel und den anschließenden Anstieg rassistischer Gewalt erlebt?
Moderation: Kathrin* Schultz
Peggy Piesche, geboren und aufgewachsen in der DDR, ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin. Sie leitet das Referat „Zielgruppenspezifische Veranstaltungen“ bei der Bundeszentrale für politische Bildung in Gera mit den Schwerpunkten intersektionales Transformations- und Erinnerungswissen, Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität (d_id) sowie rassismuskritische politische Bildung. Seit 1990 ist sie Mitfrau* bei ADEFRA e.V. (Schwarze Frauen in Deutschland). Als Mitglied des wissenschaftlichen Teams Diversifying Matters hat sie zusammen mit Katja Kinder und Prof. Dr. Maureen Maisha Auma die Berliner Konsultation zur UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft 2018 durchgeführt. Außerdem ist sie in verschiedenen Beiräten tätig, u.a. im Gleichstellungsbeirat gegen anti-Schwarzen Rassismus und für die Gleichstellung von Menschen afrikanischer Herkunft in Berlin. Sie verfolgt leidenschaftlich eine feministische communitybasierte Bildungsarbeit und die Vision, für diese ein eigenes Bildungshaus zu schaffen.
Kathrin* Schultz (kein Pronomen), geboren 1979 in Neubrandenburg / Mecklenburg-Vorpommern, lebt in Berlin. Seit 1998 queerfeministische Aktivistin, unter anderem seit 2004 im Sonntags-Club. Nicht-kommerzielle Filmemacherin, auch zu DDR-Geschichte.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Sonntags-Club e.V. statt.