QUEERE KUNST IN DER DDR? Ein Abend mit Caspar Gutsche
Lesung und Gespräch
Moderiert von Stephan Koal
Caspar Gutsche, die Verfasserin der frühen Lesbenprotokolle (1991) und Wegbegleiterin von Erika Stürmer-Alex liest aus ihrem Debütroman „Ich tanze nun mal nicht gerne Standard“ über ihre Kindheit und Zeit auf dem Künstlerhof Lietzen, den Stürmer-Alex 1982 als Freiraum in Brandenburg geschaffen hat. Die Lesung eröffnet persönliche und literarische Einblicke in das Leben als lesbische Frau in der DDR und den Umgang mit gesellschaftlichen Rollenbildern und ideologischen Erwartungen.
Caspar Gutsche arbeitet als Autorin und ist seit über dreißig Jahren als Sängerin und Textautorin tätig. Ihr erster Roman „Ich tanze nun mal nicht gerne Standard“ erschien im vergangenen Herbst beim Querverlag. Zum Ausgleich für Wortreiches befasst sie sich sowohl mit Handwerklichem als auch Gestalterischem, von Innenarchitektur bis zur Schuhmacherei. Gebürtig und aufgewachsen in Ostberlin, lebt sie mit ihrer Frau in Berlin-Zehlendorf.
Stephan Koal ist Mitinitiator und Leiter von KVOST. Seine Laufbahn begann 2003 bei C/O Berlin. Von 2010–2018 kuratierte er an der Kunsthalle Rostock die Reihe „Portfolio Berlin“ und realisierte dort 2024 eine Ausstellung von Gregor Hildebrandt. Von 2007–2010 war er Kurator und Projektmanager von Art Biesenthal. Für KVOST kuratierte er u. a. „Clara Mosch“, „Die Auto-Perforations-Artisten“ und „QUEERE KUNST IN DER DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda“.